Geheimtipp OmanVon Monarchen und Kamelen

Muttrah-Souk in Muscat ©  iStock

Das Sultanat ist noch ein Geheimtipp in Europa und nur Wenige haben die Reise hierher schon einmal angetreten. Ganz anders in den Arabischen Emiraten, denn dort hat sich längst herumgesprochen, wie außergewöhnlich dieses Fleckchen Erde ist. Die faszinierende Geschichte, nahezu mystische Orte und vor allem eine prächtige und abwechslungsreiche Landschaft machen jede Minute im Sultanat Oman zu einem wahren Erlebnis.

Der Muezzin ruft am Morgen seine Gläubigen zum Gebet in die Moschee, die Sonnenstrahlen erhellen die Straßen der Küstenstadt Muscat, die Temperaturen liegen bei rund 30°C: So empfängt Sie der Oman zur besten Reisezeit, von Oktober bis März. Der europäische Herbst und Winter sind ideal, um das Sultanat mit all seinen Besonderheiten zu erkunden. Der am Golf von Oman und am Arabischen Meer gelegene Staat hat gerade einmal 4,5 Mio. Einwohner, die sich vor allem auf die Städte verteilen. Doch wo man sich auch auf aufhält – sei es im Gebirge, in der Wüste oder am Meer – allem wohnt hier ein gewisser Zauber inne.

Erlebnisreiches Muscat – Gewürze, Silber und Gold

Das Meer ist auch der Ort, an dem Sie am besten Ihre Reise beginnen. Dort liegt das bereits erwähnte Muscat, die Hauptstadt der absoluten Monarchie, die selbst gemeinsam mit ihren Vororten nur die Bevölkerungsdichte einer mittelgroßen europäischen Stadt aufweist. Viel zu sehen und zu erleben gibt es dennoch: Auf dem „Muttrah-Souk“, dem ältesten Markt des Omans, sind Sie mittendrin statt nur dabei. Überall leuchten und duften Ihnen farbenfrohe Gewürze entgegen und Sie können bereits erahnen, wie fein Ihr Abendessen später schmecken wird. Darüber hinaus können sie von Silber und Gold über Antiquitäten bis hin zu Kaschmirschals jetzt die ersten Souvenirs für Daheimgebliebene besorgen. Schließlich müssen diese später mit den fotografischen Abbildern der filigran dekorierten und verzierten Straßenzüge und Bauten begnügen, die Sie vor Ort bewundern können.

Bauten ist auch das richtige Stichwort für den Start Ihrer architektonischen Entdeckung des Omans. So besuchen Sie zum Beispiel die erst 2001 eröffnete, gigantische „Sultan Qabus“-Moschee, die Sie zu bestimmten Zeiten auch als Nichtmuslim empfängt und mit ihrem 90 Meter hohen Hauptminarett, einer Gebetshalle für 6.000 Menschen sowie einem Gebetsplatz für weitere 14.000 Menschen in Staunen versetzt. Deutlich traditioneller geht es hingegen im „Bait al Zubair“-Museum zu, denn hier tauchen Sie ein in die Jahrhunderte alte Geschichte des Wüstenstaats. Schwerter und Waffen, Mode und Schmuck, Münzen und Möbel sowie alte und bedeutsame Schriftsammlungen entführen Sie in vergangene und bewegte Zeiten. Im Anschluss sollten Sie auch dem „Al-Alam“-Palast einen Besuch abstatten – vielleicht haben Sie sogar Glück und treffen den Sultan, der hier hohen Besuch empfängt.

Ein-Blicke für Genießer: Al Hamra und Jebel Akhdar

Zurück zu den Ursprüngen des Oman, nach Al Hamra. Hier finden Sie ein 400 Jahre altes Dorf, das aus roten Lehmhäusern erbaut wurde und einige der ältesten Häuser des gesamten Staates umfasst. In dieser Umgebung fühlen Sie sich bei frisch gemahlenem omanischem Kaffee und handgemachtem Brot mit ein wenig Olivenöl den Einheimischen und ihrer Kultur besonders nah. Hier liegt der höchste Berg des Staates, der „Jebel Shams“ mit seinen Höhlen, direkt vor Ihren Füßen. Kaum genug bekommt man davon, weswegen auch der Stopp auf dem Hochplateau des sogenannten grünen Berges „Jebel Akhdar“, mit fantastischer Sicht auf das Hajar-Gebirge, ein Highlight Ihrer Reise sein sollte. Mit einem Blick müssen Sie sich hier aber gar nicht begnügen, denn eine Wanderung zwischen Rosenplantagen und Felsen bringt Sie bis in die Tiefen des Canyons und verzaubert Sie mit fast unwirklichen Welten.

Endlich Wüste, unendliche Weite

Ein Oman-Abenteuer ohne Besuch in der Wüste? Kaum vorstellbar! „Wahiba Sands“ im Osten des Landes sollte deswegen auf jeden Fall auf Ihrer Route liegen. So klein sie mit ihren 12.500 km² auch ist, so abwechslungsreich ist diese Wüstenregion gleichzeitig. Denn hier erwarten Sie nicht nur heißer, gelb-rötlich schimmernder Sand, sondern aufgrund unterirdischer Wasserreservoirs manches Mal ein grünes Fleckchen Wiese und vor allem der Ghaf-Baum, in dem Vögel brüten und andere Wüstenbewohner Schatten suchen. Und halten Sie die Augen nach weiterem Leben auf, denn nach wie vor durchstreifen Beduinen mit Ziegen und Kamelen die hohen Dünen, schlagen ihre Zelte auf und verbringen die Nächte unter klarem Sternenhimmel, der auch Ihnen den Atem rauben wird.

Das Meer gehört Ihnen

Gebirge und Wüste haben Sie nun gesehen. Zeit also, sich wieder auf zum Meer zu machen. Salalah ist hierfür die perfekte Destination. Doch bevor Sie Ihre Zehen in das kühle Nass des Arabischen Meeres stecken, erlaufen Sie sich noch ein wenig osmanische Geschichte. Die Oasenstadt versetzt Sie mit ihrer Architektur sowie dem Duft von Weihrauch – dem sogar ein eigenes Museum und mit dem Weihrauchhafen auch ein UNESCO-Weltkulturerbe gewidmet ist – in das Märchen von 1.001 Nacht. Dann aber steht endlich der Wasserspaß auf dem Plan: Einsame Strände rund um die Stadt warten ebenso auf Sie wie die etwa zehn Kilometer entfernten „Blow Holes“ – Wasserfontänen, die Sie aus bis zu zehn Metern Höhe berieselnd erfrischen. Und wenn es etwas mehr Meer sein darf, schlüpfen Sie in Ihre Tauchbekleidung und stürzen sich kopfüber in das Meer rund um die „Hallaniyat“-Inseln, wo Sie die Unterwasserwelt aus nächster Nähe entdecken und noch einmal die Ruhe genießen, bevor Sie das Leben in der Heimat wieder in Beschlag nimmt.

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