Après-Ski total: Heiße Hütten

Après-Ski total: Heiße Hütten

Saalbach und Obertauern sind auch am Abend der Gipfel: Die Orte zählen zu den heißesten Après-Ski-Destinationen der Alpen.

Die blonde Frau trägt rote Handschuhe mit der gestickten Aufschrift „Evi“. Aber die Fingerspitzen bleiben frei. Denn so hat Evi mehr Gefühl, wenn sie sich ein Herz nimmt – und es dann vom Balkon in die tobende Menge wirft. Seit dem 26. Januar 1977 geht das jetzt schon so mit den herunterflatternden Papierherzen der Hinterhagalm. Damals verschenkte die Evi sie das erste Mal, drei Jahrzehnte später ist der Herzerltanz Saalbacher Kult. Um 16 Uhr geht es los. Dann drängen sich Gäste, die die restlichen 51 Wochen des Jahres vermutlich ganz seriös wirken, in Skischuhen auf den Bänken und Tischen der ansonsten recht idyllisch gelegenen Hinterhag Alm, und singen Refrains wie „Zwanzig Zentimeter“. Hardcore-Hüttengaudi eben.

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Von der Piste in die Partyzone

Von der Piste in die Partyzone

Schnell in der Hinterhag Alm vorbeizuschneien, bevor man sich tiefer ins Nachtleben gleiten lässt – das ist in Saalbach für viele ein Fixtermin. Und tatsächlich: Wenn es um Pistenpartys geht, hat die Salzburger Nummer Eins in Sachen Après-Ski einen Ruf zu verlieren. Exzessiv bis deftig – so lautet die Reputation. Saalbach ist heute weit über die Grenzen für seine lebhaften Skihütten bekannt. Rund vierzig von ihnen sowie zahlreiche Schneebars, Pubs und Diskotheken bieten sich für den Einkehrschwung und zum Flirten an. Da überall Talabfahrten möglich sind, kann man auch ruhig nach Betriebsschluss noch ein weniger länger bleiben.

Models, Clubnächte und eine heiße Geiß

Models, Clubnächte und eine heiße Geiß

Das eine oder andere „Flügerl“ – Red Bull mit Wodka – an der Open-Air-Schirmbar ist an Szeneorten wie Saalbach denn auch kein schlechtes Doping. Schon gar, wenn all das überstanden werden soll, was die Piste dort zum heißen Pflaster macht. Folkloristisch verbrämt und auf eher schlichtem Niveau wird da im „Goaßstall“ die „Hoaße Goaß“ („Heiße Geiß“) serviert, ein Stück Fleisch auf einem heißen Stein, während im Hintergrund ein Musikvideo des Goaßn-Chefs über die Skihüttenwand flimmert: „I bin da Toni, im Goaßstall bin i dahoam“. Steigern lässt sich so ein traditioneller Après-Ski-Einstieg jedoch allemal. Modeschauen mit international bekannten Models, ewig lange Clubnächte und Snowboard-Performances im Lasergewitter statt Krippenspielen – auch so sehen typische Saalbacher Events aus.

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