Lebensfrohes Tromsø: Party polar

Fünf Monate Winter in unseren Breiten sind hart. Fünf Monate Winter nördlich des Polarkreises sind härter, und zwar um Längen. Nicht nur, dass die Temperaturen in den Keller rauschen, auch die Sonne verabschiedet sich in den Untergrund: In der Polarnacht wird es selbst um die Mittagszeit in Tromsø nicht hell. Das Leben, so scheint’s zumindest, liegt auf Eis – und wahrscheinlich ist das der Grund, warum es umso wilder tobt, wenn die Temperaturen im Frühling nach oben gehen.

Wenn’s friert: Kultur

Was aber nicht bedeutet, dass das „Tor zur Arktis“ in den dunklen Monaten komplett in den Winterschlaf fällt: Ausstellungen, Konzerte und die meisten Restaurants und Kneipen in einer norwegischen Stadt, gemessen an der Zahl der Einwohner, sprechen für sich. Zwei der größten Kulturevents finden außerdem im tiefsten Winter statt: das Northern Lights Festival mit seinen sechs Tagen voller Musik aller Genres im Januar und die Sami Week im Februar, bei der die nationale Rentierschlittenmeisterschaft ausgetragen wird.

Wen’s friert: Sport

Aber auch der Körper will zu seinem Recht kommen, will sich bewegen, der Kältestarre entkommen, die klare Winterluft einsaugen. Kein Problem, Skiausrüstungen gibt’s zu mieten, dann kann man sich bei Abfahrtslauf – Kurse im Telemark-Stil werden ebenfalls angeboten –, Langlauf oder Skitouren austoben. Schneeschuhwanderungen stehen ebenso auf dem Programm wie Eisfischen. Und wer sich lieber zurücklehnt und andere für sich arbeiten lässt, der flitzt auf einer Hundeschlittentour durchs unbewegliche Weiß.

Schleier voller Zauber

Nicht zu vergessen: das Nordlicht. Jene grün-weiß-rot-violetten, geheimnisvollen Schleier, die den Polarnächten mit ihrem wabernden Geheimnis einen ganz besonderen Zauber verleihen. Sie sind das majestätischste Argument für einen Tromsø-Besuch im Winter.

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