Frühling in NeuseelandWenn das Grün noch grüner wird

Lake Pukaki in Canterbury © Miles Holden / New Zealand Tourism

Wenn in Europa die Tage kürzer werden erwacht das Land am anderen Ende der Welt aus dem Winterschlaf. Neuseelands facettenreiche Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Knospen brechen hervor und Blüten erstrahlen in nahezu unwirklicher Farbenpracht. Ein Besuch Neuseelands im Frühling bei sonnigem, frischem Wetter lohnt sich: Von September bis November erwarten Sie durchschnittliche Tagestemperaturen zwischen 16 und 19 Grad Celsius. Die frühlingshaften Temperaturen sind aber genau Ihr Vorteil: Aufgrund des deutlich geringeren Besucherandrangs zu dieser Jahreszeit haben Sie viele Orte oft für sich allein und können diese ganz in Ruhe genießen.

Neuseeland erwacht – ein Meer aus Wasser und Blüten

Es ist Wasserfall-Zeit in Neuseeland. Gerade im Frühling stürzen die Wassermassen in die Tiefen der Insel und beeindrucken durch leises Rauschen, gewaltiges Donnern und sanfte Gischt. Für Sie also eine perfekte Anlaufstelle, um den Moment zu genießen und eventuell ein Beweisfoto für die Daheimgebliebenen zu schießen. Als das achte Weltwunder hat Rudyard Kipling zum Beispiel die spektakulären „Stirling Falls“ im Fjord Milford Sound beschrieben – Sie werden erleben, dass er recht hatte.

Nicht weniger eindrucksvoll ist das Blütenmeer der Insel im Frühling. Die auf der Südinsel gelegenen Obstanbaugebiete von Central Otago liefern ein unglaubliches Farbenspiel. Wenn die Kirschbäume in voller Blüte stehen, feiern die Städte in der Region die neue Jahreszeit. Alexandra richtet zum Beispiel das „Blossom Festival“ aus und auch Hastings in Hawke’s Bay bejubelt den Frühling mit einem berauschenden Fest.

Auf den Spuren der Hobbits – zurück ins Auenland

Im Gasthaus „The Green Dragon“ glauben Sie, das Lachen von Frodo und Sam zu hören und hinter dem berühmten Festbaum sind Sie sich sicher, Gandalf schmunzeln zu sehen. Nicht nur für Fans der „Herr der Ringe“-Trilogie ist das Filmset von „Hobbiton“ in der Nähe von Matamata einen Ausflug wert. Zwei Stunden südlich von Auckland gelegen, stehen im Frühling die Hobbit-Gärten in voller Blüte und die Glockenblumen auf der ehemaligen Schaffarm lassen die Fantasiewelt Tolkiens Wirklichkeit werden. Jeden Tag haben Sie hier die Chance, an einer der zweistündigen Touren durch das Filmset mit den 44 Hobbit-Höhlen teilzunehmen.

Von dort aus lockt der „Forgotten World Highway“: Fahren Sie 150 Kilometer durch die hügelige und wunderschöne Wildnis. Nur ab und zu durchbrechen kleine Ortschaften die Einsamkeit; hier können Sie rasten und teilweise auch übernachten. Auf genug Benzin sollten Sie allerdings vorher achten, denn eine Tankstelle werden Sie hier nicht finden.

Malerische Küstenstadt Kaikoura – wilde Tiere vor traumhafter Kulisse

Vor Ihnen der Pazifische Ozean, hinter Ihnen die schneebedeckten Berge des Kaikoura-Gebirgszugs und über Ihnen der blaue Himmel Neuseelands: Das ist der Frühling in Kaikoura. Zum unglaublichen Panorama kommt die Vielzahl an Meeresbewohnern, die Sie hier beobachten können. Delfine, See-Elefanten, Seeleoparden und ein unglaublicher Artenreichtum an Seevögeln lässt das Herz aller Naturliebhaber höher schlagen. Am bekanntesten jedoch ist die Stadt, die sich dem Ökotourismus verschrieben hat, für ihr ungewöhnlich hohes Walvorkommen. Nach dem einmaligen Erlebnis der Walbeobachtung lohnt sich ein Spaziergang an Kaikouras Küste. Dabei können Sie den Blick auf die Berge und die tosende Brandung gleichzeitig genießen.

Der reinste Farbenrausch – das Blau des Lake Pukaki

Solch einen Blauton haben Sie noch nie gesehen – fast schon unwirklich erscheint das Panorama des Lake Pukaki vor dem Mount Cook auf der Südinsel Neuseelands am nördlichen Ende des „Mount Cook“-Nationalparks. Der See ist mit 179 Quadratkilometern der siebtgrößte Neuseelands und entstand in der Eiszeit. Die Sedimentablagerungen verleihen dem Gewässer seine unverwechselbar blaue Farbe. Da ist es kaum zu glauben, dass es noch schöner wird: Wenn die Sonne untergeht, werden die Berge in ein zartes Rosa getaucht und bezaubern so nochmals in neuem Gewand. Aber nicht nur tagsüber, auch nachts ist der Ausblick unbeschreiblich. Der Pukaki liegt im weltgrößten Lichtschutzgebiet, einem sogenannten Sternenpark. Hier fühlen Sie sich den unendlich vielen sichtbaren Sternen so nah wie noch nie zuvor. 

Frühling im Hooker Valley – beeindruckende Ausblicke und spektakuläre Wassermassen

Nur wenige Kilometer vom Lake Pukaki entfernt liegt das Hooker Valley. Direkt am Fuß des Mount Cook, dem größten Berg Neuseelands, bietet das Tal herrliche Ausblicke in die alpine Bergwelt. Auf einer rund dreistündigen Wanderung können Sie sich aber auch aktiv ins Tal und auf Erkundungstour begeben. Dabei geht es über Hängebrücken vorbei an Gletschern und steilen Felswänden bis zum Gletschersee. Besonders im Frühling ist der Wasserfall im Tal spektakulär. Im Hooker Valley wird auch der ersten Frau gedacht, die die Spitze von Neuseelands höchstem Berg erreichte. An „Freda’s Rock“ ließ sich Freda Du Faur 1910 nach ihrem Aufstieg fotografieren. Und auch Sie sollten sich ein Foto mit dem Ausblick auf den beeindruckenden Mount Cook nicht entgehen lassen. 

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