... Trekking im Himalaya: Das ist die Höhe!

 

Leichtes Trekking von Dorf zu Dorf

Die Solu-Khumbu-Region ist die Heimat der Sherpas, die als Träger, Bergführer, Lodge- und Cafébetreiber ein gutes Auskommen haben. Mühsam quälen sich die Träger und ihre Yaks mit Bierflaschen, Reis, Instant-Nudeln, Feuerholz oder ganzen Möbeln und Expeditionsausrüstungen auf dem Rücken nach oben. Nur Kartoffeln und Eier gibt's vor Ort. Früh am Abend kehrt man in ein karges Lodgezimmer ein, die Frau des Hauses kocht heißes Wasser für eine warme Dusche und die Wärmflaschen und serviert anschließend in einem hellen Aufenthaltsraum reichhaltiges Essen, meist Bratkartoffeln, Nudeln oder Reis mit Ei, dazu Milchtee, Wasser und Bier. Danach versammeln sich alle Gäste plaudernd am Kanonenofen, nur im größten Ort Namche Bazaar sorgen Kneipen und einige Bäckereien mit Apfelkuchen für Abwechslung.

Abenteuer Nepal: Hoch(land) für alle Sinne

Achtung, Höhenkrankheit!

Doch für nicht wenige ist hier der Trekking-Spaß bereits zu Ende: Auf 3400 m leiden die ersten an der Höhenkrankheit und schaffen es nicht einmal mehr für ein Erinnerungsfoto von sich und dem Mount Everest bis zum View Point. Die meisten aber ziehen weiter zum Kloster Tengboche, zu den türkis-blauen Bergseen von Gokyo und auf über 5000 m ins Everest Base Camp oder auf den (technisch leichten, aber wegen der Höhenluft anstrengenden) Kalar Patar, von wo aus man den Mount Everest tatsächlich sieht.

Die Berge auf Augenhöhe

Ob Trekking oder nicht: Für jeden Nepal-Reisenden ist ein „Mountain Flight“ ein Muss. Frühmorgens um 6 Uhr warten schon Dutzende vor dem kleinen Inlandsflughafen in Kathmandu, von dem aus bei gutem Wetter die Rundflüge im Minutentakt starten. Auf dem einstündigen Trip zum Mount Everest macht der Himalaya seinem Namen – „Viele Berge“ – beeindruckende Ehre. Aus dem Flugzeugfenster sieht man scharfkantige Gipfel mit Schneewehen, Gletschern und grauem Gestein, darunter die Wolken, darüber den blauen Himmel. Und, ein ganz besonderer Service: Der schicke Co-Pilot zeigt jedem Passagier den Mount Everest ganz persönlich.

Text: Andrea Bonder

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