Trekking im Himalaya: Das ist die Höhe!

Die meisten Nepal-Besucher wollen hoch hinaus – immerhin thront der mächtige Himalaya über dem ganzen Land. Ein Traumziel für Trekkingurlauber und Bergsteiger.

Es muss ja nicht gleich der Mount Everest sein, der mit 8.848 m höchste Berg der Welt. Der bleibt professionellen Bergsteigern und ambitionierten Gipfelstürmern überlassen, die 50 000 US-Dollar für eine geführte Besteigung hinblättern. Und die es nicht abschreckt, dass allein der Höhenunterschied zwischen Kathmandu (1300 m) und dem Berggipfel auf fast 9 km Höhe immer noch das Zweieinhalbfache der Zugspitze beträgt.

Erst akklimatisieren, ...

Doch auch wer als ungeübter „nur“ auf 3000–4000 m Höhe kommen möchte, sollte sich akklimatisieren. Ideal sind die Luftkurorte am Rand des Kathmandu-Tals, die auf rund 2000 m Höhe liegen. Dhulikhel hat eine attraktive Altstadt aus rot-orangen Backsteinhäusern mit herrlich geschnitzten Fensterrahmen. Der Alltag besteht wie vor hundert Jahren aus dem Gang zum Brunnen, Einkäufen und Plaudereien. Ein Wandertag führt oberhalb von Tälern entlang, in denen kleine Bauernhäuser in Terrassenfeldern stehen, auf denen Kohl, Kartoffeln und Bohnen wachsen.

Dann, wie aus dem Nichts: das Kloster Namobuddha, ein nagelneuer Prachtbau mit Blick über die gesamte Umgebung. Unendlich viele Gebetsfahnen flattern im Wind, aus dem Gebetsraum ertönen Gesang, Hörner und Glocken. In Panauti folgen ein Hindutempel am Fluss und eine mittelalterliche Innenstadt. Einmal mehr offenbart sich, wie reich das fruchtbare Kathmandutal einmal gewesen sein muss.

... dann bergsteigen!

Nun geht es in die Everest-Region. Eine alte Propellermaschine arbeitet sich bei herrlichem Wetter wackelnd in Richtung Osten. Dann biegen die Piloten in ein kleines Tal ein und steuern auf Sicht den wohl verrücktesten Airstrip der Welt an. Lukla liegt auf 2800 m Höhe und ist 500 m lang, begrenzt von Berg und Abgrund. Vor dem Flugplatz warten viele Guides und Träger, und der 20. von ihnen, der uns anspricht, ist tatsächlich Kanju Rai, den das Reisebüro über eine hiesige Lodge angeheuert hat.

Spaziergänge in herrlicher Bergwelt

Der Träger Yita schnallt sich all unsere Rucksäcke um und trabt locker davon. Die ersten Tage sind Spaziergänge durch eine herrliche Bergwelt, der Fluss wird ab und an von einer Hängebrücke überquert. Lukla und alle folgenden, hübschen Dörfchen haben Häuser aus grauem Naturstein mit blau oder rot gestrichenen Fenstern, kleine Kioske, Gompas (Klöster), Bauernhöfe mit Hühnern und kleinen Gemüsefeldern. Am Wegrand stehen Mani-Steine, in die buddhistische Mantras gemeißelt sind. Mit zunehmender Höhe wird die Landschaft, über der das Hochgebirge emporragt, karger.

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