... Nepals Niederungen: Puh, ist das heiß!

Outdoor? Aber immer!

Noch weiter Richtung Himmel geht es mit einem Ultraleichtflugzeug, das in bis zu 3 km Höhe dicht an die Annapurnas und den Mount Fishtail herankommt. Die selbstgemalten Schilder vor den Reiseagenturen versprechen noch jede Menge weiterer Outdoor-Aktivitäten: Horseriding, Trekking, mehrtägige River-Raftingtouren mit Camping in den Beach Clubs. Spätestens hier wird klar, dass man für Nepal immer zu wenig Zeit haben wird.

Immer höflich, wenn der Tiger kommt

Letzte Station ist der Chitwan Nationalpark: das komplette Kontrastprogramm. Hier, in der Tiefebene des Terai im Süden Nepals, ist es tropisch warm, das Grün sprießt, außer Vogelzwitschern und dem Plätschern des Flusses ist in der Lodge kaum etwas zu hören. Bevor es in den Dschungel geht, erklärt Guide Santa halb ernst, halb spaßig die Regeln: „Wenn wir ein Rhino sehen, klettern wir auf einen Baum. Bei einem Bär stellen wir uns eng zusammen, und einem Tiger müssen wir ins Auge schauen – aber beim Fotografieren nicht blitzen!“

Auf dem Elefanten buschwärts

Mehrfach täglich geht es mit ihm in den Busch. Frühmorgens auf dem Elefantenrücken, auf der Suche nach schönen Vögeln, durch die Dünen, mit einem Einbaum auf dem Fluss. Rhino und Braunbär sind brav, der Tiger hat nicht mehr als Fußspuren hinterlassen. Beim „Nature Walk“ entsetzt allerdings abgeholzter Wald neben einem nagelneuen Militärcamp, in dem die Soldaten Beachvolleyball spielen und freundlich winken. Die wertvollsten Bäume wurden gefällt und verkauft. Selbst im Nationalpark ist gegen Geld alles möglich.

Text: Andrea Bonder

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