... Nashorn-Trekking: Nur bei Gegenwind

 

Vorsicht ist geboten

Immer wieder lassen die Fährtenleser Sand durch die Hand rieseln, um die Windrichtung zu bestimmen. Spitzmaulnashörner können zwar schlecht sehen, doch sie hören und riechen ganz ausgezeichnet. Bei Gefahr stürmen sie sofort los und trampeln alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Doch die Guides kennen alle Tricks, um die Tiere auf Abstand zu halten. So ist helle Kleidung auf der Tour tabu, denn die würden sogar die kurzsichtigen Riesen in der Landschaft ausmachen.

Ganz nah heranschleichen

In einer kleinen Senke entdecken die Männer den grauen Koloss - 1,5 Tonnen pure Muskelkraft. Träge, fast bewegungslos steht er zwischen dürren Bäumchen. Es ist Sima, einer von drei Bullen und zwei Nashornkühen, die sich das 1200 m2 große Areal des Klip-River-Tals teilen. Zwei der Tiere lebten schon hier, drei wurden aus Namibias berühmtem Etosha Nationalpark umgesiedelt.

Zitternde Finger

Vorsichtig pirschen wir uns bis auf einen Steinwurf an den Bullen heran. Seine kleinen Knopfaugen blicken suchend das schmale Tal entlang. Obwohl er etwas ahnt, hat uns das gewaltige Tier nicht hinter den trockenen Sträuchern entdeckt. Jetzt schnell ein paar Fotos, die Finger zittern vor Aufregung. Dann treten wir auf leisen Sohlen den Rückzug an und überlassen das Paradies wieder seinen Bewohnern.

Text: Gesine Oltmanns

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