Nashorn-Trekking: Nur bei Gegenwind

Namibia ist kein Urlaubsland für Langschläfer! Um 7 Uhr morgens warten William, der Guide, und die zwei Fährtenleser schon ungeduldig: Heute geht es zum Nashorn-Trekking. Wir sind im Damaraland im Nordwesten Namibias, mitten im Nirgendwo. Außer in unserer Lodge leben in kilometerweitem Umkreis keine Menschen - aber Tiere. Und die wollen wir jetzt in Augenschein nehmen. Insbesondere die seltenen Spitzmaulnashörner, deren Horn bis zu 1,20 Meter lang werden kann.

Bergzebras, Kudus und Springböcke

Bei der Fahrt durch das steinige Tal des Klip Rivers quietscht und ächzt unser Jeep bedenklich. Rostrot glüht die Erde in der Sonne, ringsherum ragen Tafelberge in den azurblauen Himmel. Auf die Tiere brauchen wir nicht lange zu warten: Eine Herde Bergzebras schaut neugierig von den kargen Hängen herab. Kudu-Antilopen mit gewaltigen Korkenzieher-Hörnern zupfen vorsichtig das Laub von den Mopane-Bäumen. Dann huscht eine Gruppe Springböcke davon - grazil wie Balletttänzer.

Bei Gefahr stürmen die Kolosse sofort los

Zwischendurch steigen die Fährtenleser aus, um nach Fußspuren der Spitzmaulnashörner zu suchen. Da, endlich, drei handgroße Zehen, tief in den Sand gebohrt. Wir staunen: Unterhalten sich die Guides in ihrer Landessprache, ist immer wieder ein kehliges Schnalzen zu hören. „Die Damara-Sprache hat neun Klicklaute“, klärt uns William in perfektem Englisch auf.

Nach oben