Kopenhagen: Deine blauen Augen

Die alte Dame Kopenhagen hat sich verjüngt: Im Hafen lockt leuchtend sauberes Blau im Sommer die Schwimmer, und Mode, Design und Lifestyle lassen das Leben am Öresund pulsieren.

Kopenhagen: Deine blauen Augen

Wer behauptet eigentlich, dass Hauptstädte immer auch riesige, hektische Metropolen sein müssen? Kopenhagen jedenfalls, sowohl kultureller als auch wirtschaftlicher Mittelpunkt Dänemarks, gibt sich eher gelassen, das Leben vor und hinter den bunten Hausfassaden zirkuliert in ruhigen Bahnen. Dabei hat Kopenhagen wie kaum eine andere Stadt das Recht, sich Haupstadt zu nennen: Sie ist Mittelpunkt des ältesten Königreichs der Welt.

Auf Andersens Spuren

Dass die Stadt am Öresund nicht ganz so hektisch tickt, heißt aber nicht, dass sie keinen Drive in die Zukunft hat - auch wenn die Vergangenheit stets präsent ist. Wer etwa vom Vesterport, dem ehemaligen Westtor des alten Kopenhagen, durch die schmalen Gassen zum Gammeltorv spaziert, kann sich heute noch vorstellen, wie es für den jungen Hans Christian Andersen gewesen sein muss, als dieser die Stadt 1819 erstmals auf eben diesem Wege betrat.

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Central Park à la Kopenhagen

Central Park à la Kopenhagen

Geht man weiter, vorbei am Dom und der Universität, vorbei auch am Nørreport, stößt man nach etwa 10 Minuten auf die Kopenhagener Seenkette – seinerzeit Stadtgraben, heute so eine Art Central Park, weil beliebte Promenier- und Laufstrecke. Gesäumt wird diese von fashionablen Cafés, unter anderem dem seit den 1930er-Jahren existierenden Kaffesalonen. Dahinter dann der alte Assistenz-Friedhof, der vielen Nobilitäten Dänemarks die letzte Ruhe bietet, darunter dem schon erwähnten Märchenkönig. Damals jedoch, als Andersen hier begraben wurde, lag der Friedhof weit vor den Toren der Stadt.

Prächtiges Ensemblestück

Kopenhagen zählt wohl zu den gewachsensten Städten Europas. In der Architektur lässt sich leicht erkennen, welches ihre ältesten Teile sind und in welche Richtung sie sich im Laufe der Jahrzehnte ausbreitete. Manche Bausünde findet sich natürlich auch hier. Im Großen und Ganzen aber präsentiert sich die nördliche Metropole als wohl-bewahrtes Ensemble.

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