Teil 4Rund um Marrakesch

Krönender Abschluss stellt der Aufenthalt in der Königsstadt Marrakesch sowie ein Abstecher auf den Hohen Atlas dar, bevor die Teilnehmer Nordafrika wieder verlassen müssen.

In den Majorelle-Gärten

Am nächsten Tag brechen wir auf zu den berühmten Gärten von Jacques Majorelle. Der französische Maler erbaute im Jahr 1923 diesen besonderen Garten, der zahlreiche Pflanzenarten beheimatet. Seine eigentlichen Kunstwerke sind in Vergessenheit geraten. Allerdings nicht das Majorelle Blau, das alle Gebäude und Bauwerke des Gartens ziert. Majorelle lebte und arbeitete hier. 1980 kauft der berühmte Modeschöpfer Yves Saint Laurent das Anwesen und gründete gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Pierre Berge eine Stiftung zum Erhalt des Gartens. Als Yves Saint Laurent 2008 verstarb, wurde seine Asche im Garten verstreut. Ein wunderschöner Ort zum Ausruhen und um der Hektik der Stadt zu entfliehen.

Im Anschluss besuchen wir den Palast von Bahia, in dem man überall auf andalusischen und maurischen Baustil trifft. Am Nachmittag tauchen wir wieder ein in die Souks, laufen umher, staunen und betrachten. Suchen uns eine ruhigen Platz in einer Saftbar und trinken einen Avocado-, Dattel- Orangensaft. Von diesem Platz aus schauen wir den Hut- und Korbmacherinnen beim Handeln zu. Ohne Handeln kein Geschäft! Wenn man Waren kaufen möchte, darf man ruhigen Gewissens handeln.  

Auf den höchsten Berg Marokkos

Am nächsten Tag brechen wir auf zum hohen Atlasgebirge, um das traditionelle Leben der Berber kennen zu lernen. Unser Ziel heute soll das Bergdorf Imili sein, als Startort unserer Wanderung ins nahe gelegene Berberdorf. Imili gilt als Ausgangsort zu Besteigung des höchsten Berges Marokkos, dem Djebel Toubkal (4167m hoch), der gleichzeitig höchste Berg Nordafrikas mir schneebedeckten Gipfeln. Wir fahren durch das wunderschöne Ourika Tal hinauf zu dem Pfad, an dem unsere Wanderung beginnt. Ein schmaler Weg führt den Berg hinauf. Zunächst wandern wir durch einen kleinen Olivenhain, dann durch eine steinige Landschaft den Pfad hinauf zum Berberdorf. Der Ausblick hier oben ist traumhaft: In der Ferne schneebedeckte Gipfel, vor uns ein Fluss mit klarem Wasser, umringt von blühenden Apfelbäumen und blauen Irisblüten.

Wir überqueren den Fluss und erreichen das Berberdorf. Die Häuser schmiegen sich zwischen schroffen Felsen an den Berg. Unser Ziel ist erreicht. Der Aufstieg hat uns hungrig gemacht. Wir kehren ein bei den Berbern und essen leckeres Brot, Tajin, Berbernudeln und Berbersalat. Zum Nachtisch gibt es köstliche Orangen mit Zimt. Was darf bei jedem marokkanischem Essen nicht fehlen? Natürlich der süße Minztee, auf traditioneller Art eingeschenkt, der nur von guter Qualität ist, wenn er schäumt. Auf unseren Abstieg begegnen uns viele junge Männer auf Eseln, die ihr Smartphone in der Hand halten. Es beruhigt, dass die Moderne auch hier Einzug gehalten hat. Nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Marokko, du Perle des Südens, Tor des Orients. Auf bald und Salam!

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