...Der Orient wartet: Marrakesh Express

 

Lustvolles Sich-Verlaufen im Souk

Im Schlepptau des mit Kupferplakette und weinrotem Fès ausgestatteten Führers lässt es sich zwar ungestört stöbern, das authentische Erlebnis bleibt allerdings auf der Strecke. Denn zum Souk-Besuch gehört vor allem auch eines: das lustvolle Sich-Verlaufen, das Sich-Treiben-Lassen zwischen Kleidermärkten, Schuhgeschäften, Färberwerkstätten, Gewürz- und Geflügelhändlern, Lederwaren, Schmuck, Keramik, Lampen, Holzkunstwerken, alles wie seit eh und je in eigene Bereiche aufgeteilt. Und wenn man wirklich mal nicht mehr weiß, wo einen die Entdeckerlust hingetrieben hat, dann reicht eine kurze Frage: Jeder kennt den Weg zurück zum magischen Mittelpunkt der Medina, zum Djemaa el Fna.

Insel der Ruhe

Auch das Gassengewirr, das den Geist der Jahrhunderte zu konservieren scheint, ist längst in der Gegenwart angekommen. Weit über 1000 Riads, wie die Altstadthäuser mit ihren traditionellen Innenhöfen heißen, haben ausländische Besitzer. Viele der Häuser sind wunderbare kleine Hotels liebevoll restauriert und ausgestattet wie orientalische Paläste. Der Riad Noga ist so eine Anlaufstelle im Getümmel der Medina, nicht weit entfernt von „la place“, eine perfekte Insel der Ruhe, um die vielen Eindrücke, Gerüche, Geräusche Marrakeschs zu verarbeiten. Eine eigene Welt: Hinter den dicken Mauern des Innenhofs plätschert nur noch der Pool, die wunderschöne Terrasse über den Dächern der Medina lädt zum Luftholen – bevor auf dem Djemaa el Fna wieder der „Marrakesh Express“ stoppt.

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