Kreuzfahrt-Leitfaden: Kein Seemannsgarn

Kreuzfahrt-Leitfaden: Kein Seemannsgarn

Was ziehe ich zum Abendessen an? Welche Kabine buche ich? Und warum muss ich meinen Pass abgegeben? Kreuzfahrten folgen eigenen Gesetzen. Machen sie sich vertraut mit den Sitten auf hoher See.

Kreuzfahrt-Leitfaden: Kein Seemannsgarn

Natürlich kann man an Weihnachten in die Berge fahren, in einer gemütlichen Holzhütte den offenen Kamin anfachen und den Schnee leise rieseln lassen. Man kann aber auch dem Winter und der Kälte übers Meer entkommen, jeden Tag dem Horizont hinterherdampfen und die Hängematte leise schwingen lassen. Viel zu spießig, langweilig und teuer? Das war einmal – Kreuzfahrten sind längst keine auf Wochen ausgedehnten Kaffeefahrten für Gutbetuchte mehr, deren einzige Aufregung die Sicherheitseinweisung vor dem ersten Auslaufen war.

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Was ziehe ich an?

Was ziehe ich an?

Diese Rettungsübung gibt es zwar immer noch, und das nicht nur, weil sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Alles andere hat sich an Bord der schwimmenden Hotels jedoch gründlich verändert. Trotzdem sorgt vor allem eines noch immer für die größte Unsicherheit unter allen Teilzeit-Matrosen: Was ziehe ich bloß an, wenn’s abends ans Büfett geht? Der formelle Dresscode variiert von Anbieter zu Anbieter: Manche Reedereien informieren ihre Passagiere schon vor der Fahrt und andere überlassen die Kleiderwahl ganz ihren Gästen. Mit klassisch-legerer Kleidung lieget man nie falsch – ob auf einem Luxusschiff oder einem Drei-Sterne-Dampfer. Dennoch gibt’s auch bei der Kleiderordnung ein paar Faustregeln: Selbst auf einem Drei-Sterne-Dampfer schickt es sich nicht in der Badehose zum Dinner zu erscheinen. Der Smoking allerdings kann getrost zu Hause bleiben. Oder beim Kostümverleih.

Casual, informal, formal

Casual, informal, formal

Kurz: Tagsüber ist so ziemlich alles erlaubt, was bequem ist, nur Badeshorts und Bikini sollten auf die Pool-Landschaft beschränkt bleiben. Und für den Abend? Heißt der Dreiklang casual, informal und formal: Von sportlich-legeren Kombinationen an lässigen Abenden über Jackett, Blazer und Kleid zu den nicht ganz so zeremoniellen Gelegenheiten bis hin zu Abendkleid und Anzug samt Krawatte zu den festlichen Anlässen. Diese formelle Spezies der Garderobe ist aber inzwischen vom Aussterben bedroht und kommt höchstens zweimal zum Einsatz: Beim Captain’s Dinner am Beginn der Reise und beim Farewell Dinner am Ende. Übrigens: Eine Einladung an den Tisch des Captains abzulehnen wäre sehr unhöflich.

Geldangelegenheiten

Geldangelegenheiten

Die Trinkgeldpraxis selbst schwankt stark von Schiff zu Schiff: Manche Reedereien sind von dieser Praxis ganz abgekommen, andere empfehlen zwischen 5 und 15 Euro pro Passagier und Tag oder setzen automatisch eine Summe auf die Endabrechnung. Ein teilweise nicht unerheblicher Posten also, den Sie zum Reisepreis addieren müssen, ebenso wie die Landausflüge, den Besuch beim Friseur, die Drinks an der Bar, den Souvenirkauf, die Landausflüge. Welche Getränke und welche Teile des Unterhaltungs- oder Wellnessprogramms extra kosten, können Sie dem Schiffsprospekt entnehmen. Auf den meisten Dampfern gehört die Vollpension – bis zu zwölf Mahlzeiten pro Tag! – ebenso ins Inklusivangebot wie das Programm von Show bis Kino und Sport.

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