Grenada, Barbados, Antigua: Teatime, tropisch

Grenada, Barbados, Antigua: Teatime, tropisch

Auf Grenada, Barbados und Antigua ist die Erinnerung an die britischen Kolonialherren lebendig, mal mehr, mal weniger. Und doch hat jede Insel ein ureigenes Gesicht. Traumhaft schön sind sie alle drei.

Grenada, Barbados, Antigua: Teatime, tropisch

Stille Nacht auf Steeldrums, karibisch beschwingt? Warum nicht – auf Grenada jedenfalls hat man keinerlei Berührungsängste mit altehrwürdigen Traditionen. Es darf gefeiert und getanzt werden, schließlich sind die Weihnachtslieder ja der Soundtrack zu einem großen Fest. Obwohl …gegen den Karneval im August kommt auch die Heilige Nacht nicht an, da wird auf Grenada so wild gefeiert wie auf allen anderen Karibikinseln.

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Konzentrierte Schönheit

Konzentrierte Schönheit

Anfang der Achtziger machte das Eiland weltweit ganz andere Schlagzeilen. Seit ziemlich genau 25 Jahren steht der Name Grenada für eine Invasion der USA. Vom 25. Oktober 1983 an fielen vier Tage lang Bomben, starben Menschen, dann wurde die sozialistische Regierung abgesetzt, die nach Meinung der US-Strategen ein bisschen zu sehr die Nähe Kubas suchte. Heute ist Grenada ein stabiler selbstständiger Staat, ein Inselchen ganz im Süden der Kleinen Antillen. Aber was für eins: Es scheint, als habe dieses Fleckchen Erde mitten im unendlichen Blau des Ozeans bei der Entstehung des karibischen Inselbogens ständig „Hier!“ gerufen, als es um die Verteilung landschaftlicher Schönheit ging. Was sich sonst über die restlichen Inseln verteilt, ist hier auf 344 km2 konzentriert: weiße und schwarze Strände, schroffe Felsen, unberührter Dschungel, rauschende Wasserfälle, Mangroven- und Bambushaine, Mangowälder.

Der Duft nach Nuss

Der Duft nach Nuss

Unverwechselbar macht Grenada aber nicht nur die landschaftliche Vielfalt, sondern auch der Geruch, nach Muskatnuss, Gewürznelken, Lorbeer, Ingwer, Zimt. Die Isle of Spice, die Gewürzinsel, macht ihrem Namen alle Ehre. Bei so viel landschaftlicher Schönheit wundert es nicht, dass auch die Hauptstadt St. Georges von vielen als die schönste Stadt der Karibik bezeichnet wird. Vielleicht liegt’s daran, dass die pastellfarbenen Häuschen, die sich die Hänge über der hufeisenförmigen Bucht hinaufziehen, das französische und englische Kolonialerbe teilen? Auch hier wieder: das Beste aller Welten.

English breakfast unter Palmen

English breakfast unter Palmen

Von der Insel, die ihre Kolonialvergangenheit so bunt mischt, ist es nur ein Katzensprung nach England. Genauer: nach „Little England“. So nennen die Bajans, die Bewohner von Barbados, selbst ihre Heimat, an deren Spitze noch immer, wen wundert’s, die englische Königin steht. Wer hier an Land geht, darf sich auf teatime freuen, auf english breakfast und was sonst noch alles an britischen Eigentümlichkeiten die Jahrhunderte überdauerte. Der Name der Insel übrigens stammt von einer anderen großen Seefahrernation. Los barbados nannten die Portugiesen sie, Insel der Bärtigen. Gemeint waren nicht die Insulaner selbst, sondern die Feigenbäume, deren Luftwurzeln die Seeleute an Bärte erinnerten.

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