... St. Vincent & The Grenadines: Traum in Türkis

Black is beautiful

Das wirkliche Leben der Inseln fällt trotz der allseits präsenten Papayas, Hummer, Rumbuden und hübschen Insulanerinnen mitunter etwas rauer aus – aber nicht viel. Wer jedenfalls den Alltag des kleinen Archipels kennen lernen möchte, das 1979 die Selbstständigkeit erlangte, der tut dies am besten auf St. Vincent, der mit Abstand größten und am dichtesten besiedelten Insel des Staates. Eindrucksvolle Vulkankegel ragen hier bis in die Wolken, der höchste ist La Soufriére ganz im Norden des Eilands. Das Feuer der Erde stiftet Identität: Dunkle Strände und zackige, steile Klippen erinnern auf Schritt und Tritt daran, dass es sich bei St. Vincent um eine Vulkaninsel handelt, und der Aufstieg zum Kraterrand zählt denn auch zu den Highlights eines jeden Besuchs.

Dusche unterm Wasserfall

Besonders reizvoll fällt auch die kurvige Spazierfahrt zur windstillen, westseitigen Leeküste aus: adrette Dörfer hinter jeder dritten Serpentine, einsame Minibuchten mit aufgeheiztem schwarzem Sand und viel Grün. Die saftige Blattfarbe der Pfeilwurzelfelder – St. Vincent ist der weltweit größte Produzent des aus dieser Pflanze gewonnenen Mehls – prägt fruchtbare Seitentäler wie das Buccament Valley. Das dunkle, fast ins Schwarze gehende Grün großblättriger Urwaldpflanzen bekleidet im Hintergrund die steilen Bergflanken, während lauschige Wanderwege zu spektakulären Wasserfällen wie den Trinity Falls führen. Der stürzt ins tief eingeschnittene Wallibou Valley und lockt mit erfrischenden Pools. Wer Glück hat, kann hier unter der Open Air-Dusche sogar den seltenen St. Vincent-Papagei vorüberflattern sehen ...

Text: Robert Haidinger

Informationen im Internet:

grenadines.net

svgtourism.com

doitcaribbean.com 


Übernachten:

Petit Byahaut
6 km nördlich von Kingstown, St. Vincent, Tel./Fax 00 17 84/457/70 08, petitbyahaut.com
Ökotourismusresort in einer abgeschlossenen Bucht an der Leeküste. Absolute Naturidylle und nur fünf Chalets. Ideal für Aussteiger mit dem nötigen Kleingeld. Ab 250 US$ für eine Person, alle Mahlzeiten, Tauchtrips, Kanu inkl.

The Old Fort Hotel
Mt. Pleasant Area, Bequia, Tel. 00 17 84/458/33 40, theoldfort.com
Im 17. Jh. errichtete ein Franzose das alte Farmhaus auf einer Hügelkuppe hoch über dem Meer – das vermutlich älteste Gebäude auf Bequia. Heute dient es als urigstes Hotel der Insel. Stete angenehme Brise, schöner Garten, Pool. DZ ab 220 $.

Cotton House
Mustique Island, Tel. 00 17 84/456/47 77, Fax 58 87, cottonhouse.com
Eines von zwei Hotels auf der Luxusinsel Mustique (der Rest sind Privatvillen). Das Plantagenhaus aus dem 18. Jh. zählt zu den elegantesten Unterkünften der Karibik und bietet, abgesehen vom herrlichen Ambiente, das volle Unterhaltungsprogramm: Pferdereiten, Windsurfen, Tauchtrips und und und ... DZ mit HP ab 460 US$.


Essen & Trinken:

The Old Fort Restaurant
Mt. Pleasant Area, Bequia, Tel. 00 17 84/458/33 40
Candlelightdinner vom Feinsten mit lokale Spezialitäten wie Kürbissuppe und hervorragende Steaks. Tischkultur wird hier groß geschrieben. 3-gängiges Menü ab 50 US$.


Anreise:

Inlandsflug:
SVG Air (Tel. 00 17 84/457/51 24, www.svgair.com) und Mustique Airways (Tel. 001784/458/31 38) fliegen täglich von St. Vincent nach Bequia. Das SVG Air Taxi kann ab zwei Personen für diverse Inselflüge gechartert werden. Von Barbados und Port of Spain bestehen Verbindungen mit Trans Island Air (Buchung über LIAT, Tel. 00 17 84/457/18 21).

Schiff:
Mehrmals täglich verkehren Fähren zwischen St. Vincent und Bequia (Fahrtzeit 1 Stunde, Einfachticket: 5,50 US$ ). Das Postboot „Barracouda“ verbindet zweimal pro Woche St. Vincent mit Bequia, Canouan, Mayreau und Union Island (Fahrtzeit St. Vincent – Union Island 5,5 Stunden, Einfachticket: 11 US$).

Nach oben