... Die Kanaren im Überblick: Rendezvous mit sieben Schwestern

Die Eigensinnige: El Hierro

Massentourismus am Ende der Welt? Das soll es mit den Einheimischen nicht geben: Die rund 10 000 Menschen, die auf der kleinsten der Kanarischen Insel leben, wollen die Ursprünglichkeit ihrer Heimat erhalten, die im Jahr 2000 komplett zum Unesco-Biosphärenreservat erklärt wurde. Wer nach El Hierro kommt, sucht die Stille, die Einsamkeit, sich selbst. Nachtleben und Badeparadiese? Gibt es nicht auf der Insel der Steilküsten und Wolkenbänke, dem letzten Vorposten, bevor das große Meer beginnt. Stattdessen: Pinien- und Thymianduft und ausgedehnte Wanderungen, mal hoch über den Wolken oder über knalligem Atlantikblau. Letzteres lieben übrigens auch die Taucher an El Hierro. Eine Insel für Träumer und Robinson Crusoes.

Informationen

Sehenswertes:

Mirador de Jinama
Wenn nicht gerade Passatwolken den spektakulären Blick trüben, dann schweift das Auge in 1200 m Höhe über den Halbrund des Tals El Golfo. An der Landstraße von Valverde nach San Andrés, rund 3 km nach dem Ort.

Ecomuseo de Guinea und Lagartario
Bis 1975 galten die Riesenechsen von El Hierro als ausgestorben. Dann fand man eine kleine Kolonie, die Nachzucht gelang. Im Lagartario sind die Riesenechsen, die als meistbedrohte Art in Europa eingeschätzt werden, zu bewundern. Angeschlossen ist die Station an das Ecomuseo de Guinea, ein bäuerliches Museumsdorf.

Übernachten:

Parador de El HierroLas Playas, Tel. 0034/922 55 80 36, Fax 922 55 80 86, paradores.deEinsam liegt das staatliche Hotel im kanarischen Stil direkt am Meer.

Hotel Balneario Pozo de la Salud
Sabinosa, Tel. 0034/922 55 95 61, Fax 922 55 98 01, spain.info
Das einzige, offizielle Kurhotel der Kanaren, mit Mineralquelle, ärztlicher Betreuung und Wellnessangebot samt Massagen und Fangopackungen.

Weitere Infos:
elhierro.es
insel-hierro.de

Die Sandige: Fuerteventura

Ihr Sinn steht nur nach drei Dingen? Strand, Strand und nochmals Strand? Dann ist Fuerteventura die Richtige: Die Schöne lockt mit kilometerlangen, schneeweißen, feinsandigen Urlaubsträumen. In den Ferienzentren von Corralejo im Norden – mittlerweile fest in britischer Hand – und auf der Halbinsel Jandía im Süden tummeln sich die kleinsten Badenixen und Wassermänner ebenso im südseeartigen Türkis wie die Speed-Surfer und Wellenreiter. Wer dennoch Ursprünglichkeit sucht, fährt in den wilden Westen der zweitgrößten Kanareninsel. Oder lässt sich auf dem Mountainbike eine frische Seebrise um die Nase wehen. Eine Insel für Bücherleser, Stressbewältiger, In-den-Himmel-Gucker, Tagverschlafer.

Informationen

Strände:

Playa de Esquinzo
Auf der Ostseite der Halbinsel Jandía. Feinsandiger Strand mit 3 km Länge am Rand der Felsküste, mit Strandbar.

Playa de Cofete
An der Nordküste von Jandía. Oase der Stille mit goldgelbem Sand, steht zusammen mit der weiter östlich gelegenen Playa de Barlovento unter Naturschutz.

Übernachten:

Robinson-Club Jandía Play
Jandía-Payana, Tel. 0034/928 19 91 00, Fax 928 16 95 40, robinson.de
Club-Urlaub, und das beim Klassiker: 1970 lud in Jandía der allererste Robinson-Club zum entspannten Urlaubsvergnügen – ohne Animationszwang, aber mit vielen Angeboten.

Casa Isaitas
Calle Guize, Pájara, Tel. 0034/928 16 14 02, Fax 928 16 14 82, casaisaitas.com
Gemütliches, restauriertes kanarisches Herrenhaus im Inselinnern an der FV 610. Vier rustikale Zimmer rund um einen Innenhof, nette Bibliothek.

Weitere Infos:
fuerteventura-infos.de
fuerteonline.com

zurück                                 weiter: nach La Palma & La Gomera

Nach oben