Guernsey & Co.: Inselhupferl

Auf Guernsey, Sark und Herm spricht man Englisch, aber genießt das französische savoir vivre. Eine Allianz aus haute cuisine und cream tea mit scones: Europas schönste Mischung ist zum Inselhüpfen wie gemacht!

„Die Inseln geben jedem, was er braucht“, sagen die Leute auf Sark, und Recht haben sie. Hüpft man über die kleineren dieser Trittsteine im Kanal zwischen Frankreich und England – Guernsey, Alderney, Herm und Sark – ist es, als wechsle man zwischen den Welten. Agatha-Christie-Atmosphäre etwa herrscht auf Guernsey, mit 65 km² die zweitgrößte der Channel Islands und nur einen 15-Minuten-Flugzeug-Katzensprung von Jersey entfernt.

Pubs und Patisserie

Hier tragen die Cottages die Farben des Granits, hier sind die Sträßchen eng und die Hortensien ganz besonders leuchtend. In den Garagen schlummern die Oldtimer und hinter den spiegelnden Glasfassaden der Geldinstitute in St. Peter Port die Millionen, dem milden Steuerklima sei Dank. Very british ist die Hauptstadt, mit ihren wie aus dem Ei gepellten viktorianischen Häusern und den gemütlichen Pubs – einerseits. Andererseits durchweht die Gassen viel französisches savoir vivre, mit café au lait in den Bistros und Patisserie in den Tearooms.

Begegnung mit Victor Hugo

Stil hat auch das Hauteville House. In der weißen Villa mit dem tropischen Garten schrieb Victor Hugo während seines Exils um 1860 „Les Travailleurs de la Mer“, den einzigen Roman, der auf den Kanalinseln spielt. Heute ist der kreative Rückzugsort mit seinem verglasten Arbeitszimmer ein Museum. Wer sich ein bisschen wie Hugo fühlen möchte, der steigt im „Mille Fleurs“ in St. Pierre du Bois ab: Die kleinen Ferienhäuschen schmiegen sich in eine halbtropische Parkanlage, in der die Farne wuchern und Enten schnatternd vorbeilaufen.

Nach oben