British Columbia: Naturparks, Wildtiere und Outdoor-Aktivitäten

Majestätische Bergketten, darunter die Rocky Mountains im Osten und die Coast Mountains im Westen, Hochplateaus, mächtige Flüsse, riesige Seen, National- und Provinzparks machen British Columbia zu einem Paradies für Tier und Mensch.

Neben sieben Nationalparks gibt es über 800 Provinzparks, Erholungs- und Schutzgebiete. Viele Möglichkeiten also, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum anzutreffen. So unterschiedlich wie die Provinz selbst, ist auch das Tierleben: Besucher haben die Wahl zwischen Bären, Elchen, Luchsen, Rotwild, 488 verschiedenen Vogel-, 468 Fischarten sowie Reptilien, Amphibien und natürlich den Walen.

Beeindruckende Wildtierbeobachtungen

Grizzly- und Schwarzbären kommen in vielen Regionen vor. Da man den Tieren  nicht nur auf speziell geführten Touren begegnen kann, sondern auch einfach so „en passant“ beim Wandern im Hinterland, sollte man sich unbedingt mit einigen Verhaltensregeln vertraut machen, bevor man loszieht. Wenn es um die großen Säugetiere geht, ist es sogar empfehlenswert an einer professionell geführten Tour teilzunehmen. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Die Guides wissen, wo die Bären zu finden sind und wie man sich ihnen nähert oder besser gesagt, wie man Abstand hält; und sie geben viele interessante Informationen weiter. Zumeist handelt es sich bei den Tourguides um Biologen, denen  der Schutz der Tiere besonders am Herzen liegt.

Und auch die Wale treffen sich jährlich in British Columbia beziehungsweise reisen gemeinsam hindurch. Jedes Frühjahr ziehen schätzungsweise 20.000 Grauwale entlang der Pazifikküste Vancouver Islands. Auf ihrem Weg nach Norden nutzen die Tiere die flachen Gewässer vor der Westküste Vancouver Islands gerne als Raststätte: Für Besucher und Einheimische in den Orten Tofino und Ucluelet eine optimale Gelegenheit, um die Wale von der Küste, vom Flugzeug oder vom Boot aus zu beobachten. An der Ostküste Vancouver Islands bietet sich das im Norden gelegene Telegraph Cove für faszinierende Walbeobachtungsfahrten an oder Victoria im Süden der Insel. Hier kann man vor allem Orkas beobachten.

Auf den Queen Charlotte Islands leben Pflanzen und Tiere, die sonst nirgendwo mehr existieren. Und in den nördlichen Rockies wird die Muskwa-Kechika Area „Serengeti des Nordens“ genannt, weil es sonst nirgendwo außerhalb Afrikas eine solche vielfältige Flora und Fauna in einem intakten Ökosystem auf überschaubarem Raum gibt. Eine Fahrt auf dem 2.400 km langen Alaska Highway wird zu einem unvergesslichen Erlebnis: Ob in BC, im Yukon oder in Alaska, er führt Besucher durch so gut wie unbesiedeltes Gebiet. Eine unvorstellbare Vielfalt an Wildtieren lässt sich auf dem Alaska Highway, besonders im Stone Mountain Provincial Park und im Muncho Lake Provincial Park beobachten, Schwarzbären sind hier keine Seltenheit.

Spannende Outdoor-Abenteuer

In British Columbia gibt es eine riesige Auswahl an Stadt-, Provinz- und Nationalparks, in denen Sie spazierengehen, wandern, Kanu oder Fahrrad fahren und viele andere Outdoor-Aktivitäten unternehmen können. Wer den einen oder anderen Park auf eigene Faust entdecken möchte, der findet nachfolgend einen kleinen Überblick.

Parks im Hinterland

Bei Wanderern sind vor allem die Parks Kokanee Glacier, Garibaldi, Mount Robson, Mount Assiniboine, Strathcona und Manning wegen ihrer spektakulären Berglandschaften beliebt. Wells Gray und Bowron Lake sind ideal für Kanufahrer. Und wer lieber am Meer wandert, kann die umtosten, rauen Küsten von Cape Scott oder die weiten Strände von Naikoon aufsuchen.

An den Highways

Viele Parks liegen direkt an den Hauptstraßen - mit Picknickplätzen, Lehrpfaden und Naturschönheiten wie z. B. den Wasserfällen Brandywine, Shannon und Nairn am Highway 99. In Mount Robson bei Moose Marsh kann man Tiere in freier Wildbahn beobachten oder in Goldpan den River Raftern zuschauen.

Am und im Wasser

Manche “Marine Parks” kann man auf Straßen erreichen, andere nur per Boot: den Fjordland-Park etwa, Princess Louisa Inlet oder Shuswap Lake, ein beliebtes Ziel der Hausbooturlauber. Ein Paradies für Taucher sind die Unterwasserparks Porteau Cove und Saltery Bay. Und bei Anglern oder bei Naturfreunden, die Weißkopfadler, Seelöwen und Orkas beobachten wollen, haben Provinzparks wie Montague Harbour, Sidney Spit und Ruckle einen guten Namen.
Ob per Wohnmobil, Auto, Boot, zu Fuß, auf dem Rad oder Motorrad: In British Columbia findet jeder sein ureigenes Stück Urlaub.

Winteraktivitäten

Ski- und Snowboardfahren in British Columbia, Host Province der Olympischen Winterspiele 2010, heißt, in einer der spektakulärsten und schönsten Ski-Regionen der Welt auf feinstem Pulverschnee nach Herzenslust drauflos zu fahren. Die Resorts bieten abwechslungsreiche Terrains mit perfekt präparierten Pisten und Pipes für jeden Anspruch. Zusätzlich gibt´s ein Weltklasse-Angebot an Restaurants, Bars, Wellness-Möglichkeiten und Shopping. In Whistler können Sie auf den Pisten der Olympischen Winterspiele 2010 abfahren und rund um Vancouver locken Abfahrten mit phantastischen Aussichten auf den Pazifik. „Schneegeister“ entdecken Sie in den Skigebieten Big White, Silver Star und Sun Peaks. Auch hier geht’s olympisch zu, führt die kanadische Skilegende Nancy Greene als freiwilliger Mountain Host Gäste durchs Skigebiet, trainiert das österreichische Alpinteam und obendrein dürfen sich Neulinge über eine der besten Skischulen Kanadas freuen. Im Osten der Provinz lauert der Powder Highway – Achtung Suchtgefahr! Hier liegen mehr als die Hälfte der 13 größten Skigebiete der Provinz. „Bester Pulverschnee“, „Beste Steilhänge“ und „Beste Waldabfahrten“ lauten die Auszeichnungen der Zeitschrift Ski Canada. Für Abenteuerlustige sind in vielen Resorts auch Cat- und Heli-Skiing möglich. Zudem werden Langlauf, Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittenfahrten und Schneemobiltouren angeboten.

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