Unberührte Natur und pulsierende Städte: Ontario entdecken

Seen, Metropolen, Indianer

Einsame Wälder, die majestätische Kulisse der Niagara-Fälle, das Leben in der schillernden Millionenmetropole Toronto – die kanadische Provinz Ontario ist ein Traum für Naturliebhaber, Abenteuerlustige und Kulturgenießer.

Seen, Wälder, Flüsse: Erlebnis Natur


Das Wort „Ontario“ kommt aus der Sprache der Ureinwohner Kanadas und bedeutet „schöne Wasser“. Damit gaben die Irokesen ihrer Heimat einen Namen, der bis heute Gültigkeit beweist: 20 Prozent der Oberfläche Ontarios sind von Wasser bedeckt. Die zweitgrößte Provinz Kanadas verfügt somit über etwa ein Drittel des weltweiten Süßwassers. Insgesamt befinden sich 400.000 Seen und Flüsse in Ontario. Kein Wunder, dass die berühmteste Sehenswürdigkeit ebenfalls ein „nasses Vergnügen“ ist. An den Niagara-Fällen, etwa zwei Autostunden von der Provinzhauptstadt Toronto entfernt, stürzen 170 Millionen Liter Wasser pro Minute in die Tiefe – wenn der Wind dreht ist eine Dusche für Besucher inbegriffen. Die nördliche Grenze der Provinz bildet die Hudson Bay, im Süden trennen Flüsse und vier der fünf Großen Seen Kanada von den USA. Wo keine Gewässer oder Städte liegen, erstrecken sich grosszügige Wälder. Und auch ohne Hochgebirge bietet Ontario Wanderern und Skifahrern jede Menge Möglichkeiten, ihren Leidenschaften nachzugehen. Das kontinentale Klima sorgt für kurze und trockene Sommer mit angenehmen Durchschnittstemperaturen von 21 bis 31 Grad Celsius.

Kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Kanadas


Ontario ist mit mehr als 13,5 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste der zehn kanadischen Provinzen. Jeder dritte Kanadier lebt in Ontario. Die Gegend ist Kanadas Wirtschaftszentrum, hier werden 60 Prozent der Waren hergestellt, die das Land exportiert. Dazu zählen Autos, Eisen und Stahl, Chemieprodukte und Papier. Die pulsierende Provinzhauptstadt ist die 2,6 Millionen-Metropole Toronto. Sie ist zugleich die größte Stadt Kanadas und hat es als Kulisse in der Filmindustrie zu gewisser Berühmtheit gebracht. Nicht umsonst wird Toronto auch das „Hollywood des Nordens“ genannt. Ebenfalls in Ontario, im Osten, an der Grenze zur Provinz Québec, liegt Kanadas Hauptstadt Ottawa.

Zehntausend Jahre alter Mix der Kulturen


Die Menschen in Ontario kommen aus aller Welt. Die ersten Ureinwohner besiedelten bereits vor 10.000 Jahren das heutige Ontario. Als erste Europäer kamen die Franzosen zu Beginn des 17. Jahrhunderts in das Land und den zahlreichen Einwanderern aus über 80 Kulturkreisen verdankt Ontario seine vitale und reichhaltige Aura. Den zahlreichen Einwanderern aus über 80 Kulturkreisen verdankt Ontario seine vitale und reichhaltige Aura. Vom Leben der Ureinwohner zeugen zahlreiche Legenden und zwei regionale Sprachen. Die Irokesen sprechen Irokesisch und die Stämme der Cree, Algonquin und Ojibwa sprechen Algonquisch.  Die Irokesen-Stämme der Mohawk, Oneida, Onondaga und Tuscarora leben bis heute in den Reservaten der Provinz Ontario. Auch die Mennoniten, die während des 18. Jahrhunderts von Pennsylvania weiter nach Kanada auswanderten und in Ontario siedelten, haben die Kulturenvielfalt der Provinz beeinflusst.

 

 

Von Christoph Spangenberg

 

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