Bozen: Mit Hugo im Exil

Die beste Zeit, das von zackigen Gipfeln und lieblichen Weinhügeln umgebene Bozen zu erkunden, sind der Spätsommer und der Herbst. Dann hüllt die Sonne Burgen, Seen und Berge in der Umgebung in herrlich goldenes Licht.

Ritten heißt der Hausberg, der die 100 000-Ew.-Stadt Bozen mit ihren Laubenhäusern und windschiefen Erkern überragt. Hierhin zieht man sich zur Sommerfrische zurück, wenn unten in der Stadt die Hitze brütet. Vielleicht wählen Sie für Ihren Aufenthalt ebenfalls eines der Hotels im Himmel über der Stadt? Mit dem Wagen oder der Bahn ist man schnell im Tal — und es lohnt sich!

Lässigkeit und Alpenflair

Denn neben mondänen Cafés und schicken Bars laden Designerläden zum gemütlichen Stadtbummel ein. Auf junge Mode für stilbewusste Naturburschen hat sich das Label Luis Trenker in der Lauben 67 spezialisiert, ultramoderne Handtaschen entwirft die Bozener Designerin Sylvia Pichler. In Bozen vermischen sie sich eben aufs Beste, die italienische Lebensart und der zünftige Alpenflair.

Jede Menge Köstlichkeiten

Das gilt auch für die Küche, die deftig und fein zugleich ist. Zum Frühstück gibt es Cappuccino mit Krapfen, später am Tage Surfleisch mit Crauti (Schlachtplatte mit Sauerkraut) sowie zuckersüße Kastanienherzen und zum Abschluss natürlich ein Gläschen Grappa. Zu den Schlemmerspeisen aus Südtirol gehören Risotto mit Kürbis und Gorgonzola ebenso wie Kastanien-Bandnudeln oder Gnocchi mit Wildschwein-Ragout. An Hugo, einem äußerst schmackhaften Gemisch aus Prosecco, Minze und Holunderbeersaft, kommen Sie auf keinen Fall vorbei: Bekannt für das spritzige Erfrischungsgetränk ist das Café Exil am Kornplatz 2.

Schroffe Bergwelten

Die meisten Touristen kommen nach Südtirol, um zu wandern. Hausberg der Bozener ist das auf 1200 Metern liegende Hochplateau Ritten. Durch imposante Bergwelten führt die Wanderung zum 2260 m hohen Rittner Horn. Wer das Alpen-Panorama ohne körperliche Anstrengung betrachten will, erreicht das Plateau mit der Seilbahn, deren Talstation sich in der Rittnerstraße 12 befindet und die alle vier Minuten emporgleitet. Empfehlenswert für nicht so geübte Wanderer ist der Panoramarundweg, der an der Bergstation beginnt und fantastische Rundumblicke auf die Dolomiten-Bergwelt gewährt.

Besuch bei Ötzi

In nordöstlicher Richtung erheben sich die Ötztaler Alpen, wo ein Nürnberger Ehepaar vor 20 Jahren eine 5300 Jahre alte Gletschermumie entdeckte. Im Archäologiemuseum von Bozen können Besucher Ötzi, den Mann aus dem Eis, bestaunen. Etwa 40 Burgen gibt es rund um die Stadt zu entdecken. Eindrucksvoll thront Schloss Runkelstein über Bozen, die mittelalterliche Burg ist unbedingt einen Ausflug wert. Genau wie Schloss Sigmundskron: In dessen Mauern hat Reinhold Messner das Herzstück seines Messner Mountain Museum Projekts untergebracht, insgesamt fünf Museen in Südtirol und Belluno, die die Berge und die dort lebenden Menschen porträtieren.

An der Weinstraße

Wenn im September die Trauben reif sind, ist es an der an der Südtiroler Weinstraße am allerschönsten. Die lieblichen Landschaften rund um Bozen eignen sich ideal für gemütliche Wanderungen und Fahrradtouren. In den Landgasthöfen kommen Silvaner und Pinot Nero sowie gebratene Kastanien auf den Tisch. Der wärmste Badesee der Region liegt südlich von Bozen. Im Kalterer See herrschen auch im Spätsommer und Herbst noch angenehme Temperaturen, denn er ist nur wenige Meter tief. Perfekt, um noch einmal Licht zu tanken vor der dunklen Jahreszeit.

Nach oben