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Goethe im Gefängnis

Goethe im Gefängnis

Danach steuert die „Italia“ Malcesine an. Enge Gassen mit unzähligen Geschäften, Restaurants und Eisdielen drängen sich zur imposanten Scaligerburg hinauf. Auf den zinnenbewehrten Burgterrassen sieht man verzückte Besucher ins Blaue starren, ob in das der Wellen oder in das des Himmels ist nicht auszumachen. Schon Goethe war auf seiner Italienreise 1786 von der Szenerie hingerissen. Doch als er seinen Skizzenblock zückte, landete er im Gefängnis – Verdacht auf Spionage. Freilich wurde der Irrtum schnell aufgeklärt. Der Geheimrat durfte weiterreisen und uns seine Beschreibungen aus dem Land, in dem die Zitronen blühen, hinterlassen.

Zitronen für den Limoncello

Zitronen für den Limoncello

Noch heute können Sie sehen, wie die gelben Früchte zu Zeiten des Dichters und Denkers am Gardasee angebaut wurden – und zwar am besten vom Wasser aus. Wie Säulen stehen die Pfeiler der alten Zitronengewächshäuser im Örtchen Limone in Reih und Glied. Kleine Mauern umgrenzen die terrassenförmig angelegten Gärten. Seit einigen Jahren werden die historischen Anlagen wieder bewirtschaftet – gerade so weit, dass der süßsaure Likör Limoncello wieder aus heimischen Früchten hergestellt werden kann. Wem es gelingt, sich von dem verwinkelten Gassengewirr des Vorzeigestädtchens loszureißen, kann an organisierten Rundgängen durch die Plantagen teilnehmen.

Schickes Pflaster: Riva del Garda

Schickes Pflaster: Riva del Garda

Im Norden wird der See schmal wie ein Fjord, glatte Felswände fallen steil ins Wasser. Vor Torbole flitzen Surfer und Katamarane über die Wellen, nutzen die für den See berühmten Steig- und Fallwinde aus. In Riva del Garda wird es noch richtig mondän: Yachthafen, schicke Parks mit blühendem Oleander und Hibiskus, luxuriöse Hotels direkt am Wasser. Majestätisch überragt der Torre Apponale Jugendstilvillen, barocke Stadthäuser und die schattigen Laubengänge an der Piazza 3 Novembre.
Dann geht es zurück nach Garda. Gemächlich zieht die „Italia“ ihre Spur durch den spiegelglatten See. Paare sitzen Arm in Arm auf den Holzbänken an der Reling – erschöpft von der Sonne und so viel alp-maritimer Pracht. Einfach nur schauen und entspannen, das regelmäßige Klatschen der Schaufelräder im Ohr.

Text: Gesine Oltmanns

Informationen

Gardasee, der größte See Italiens
346 Meter tief, gut 51 Kilometer lang, bis zu 17 Kilometer breit
lagodigarda.it 

Schiffsverkehr auf dem Gardasee
navlaghi.it 


Übernachten:

Locanda San Vigilio
7 Zi., Punta di San Vigilio , Tel. 0039/04 57 25 66 88, Fax 04 57 25 65 51, punta-sanvigilio.it
Die Nächte in der romantischen Villa direkt am See sind nicht gerade günstig (DZ zwischen 240 und 370 Euro/Nacht), aber ein Traum. Angeschlossen sind ein hervorragendes Restaurant und die Taverna San Vigilio, wo man auch bei kleinerem Geldbeutel zumindest einen Cappuccino oder Campari in traumhafter Umgebung trinken kann.

Castello
32 Zi., Via Paina 21, Malcesine, Tel. 0039/04 57 40 02 33, Fax 04 57 40 01 80, h-c.it
Direkt am See gelegenes Hotel mit Privatstrand und Garten, überdachtem Whirlpool. Fahrradgarage und Werkraum sind ebenso vorhanden wie ein Anlegesteg für Boote. Von der Dachterrasse haben Sie einen wunderschönen Seeblick.

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