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Lago di Garda per Dampfer: Seensüchtig

Langsam schiebt sich die „Italia“ an die Mole heran. Zuerst ist nur der schneeweiße Bug zu sehen, schlank und spitz. Dann hört man das Stampfen der zwei mannshohen Schaufelräder. Wimpel flattern im Wind, stolz ragt der gestreifte Schornstein in den Himmel. Die „Italia“ hat immer noch Stil, dabei ist die alte Dame bald 100 Jahre alt. Kein Vergleich zu den jüngeren, kleineren Motorschiffen oder den Schnellbooten, auf denen es keinen Platz an der Sonne gibt. Eine Fahrt auf dem Schaufelraddampfer von 1908 ist die etwas romantischere Art, den Gardasee kennen zu lernen.

Die Flagge knattert im Wind

Die Flagge knattert im Wind

Nachdem sich die zwei Decks mit Fahrgästen gefüllt haben, legt die „Italia“ langsam ab. Die Platanen an der Uferpromenade in Garda verschwinden im morgendlichen Dunst. Auf der kleinen Sonnenterrasse am Heck finden sich nur wenige Fahrgäste ein. Eine italienische Flagge knattert im Wind, zwischendurch weht eine Dieselwolke herüber. Es geht vorbei an der malerischen Punta di San Vigilio mit Mini-Hafen und Nobel-Hotel. An den Berghängen ragen verstreut Zypressen wie tiefgrüne Fackeln in die Höhe, cremefarbene Villen liefern sich ein geheimes Rennen um die beste Aussicht auf den See.

Wo der Pizzabäcker die Gangway schiebt

Wo der Pizzabäcker die Gangway schiebt

„Torri, Torri“ schallt es blechern aus dem Lautsprecher, der die nächste Station ankündigt. Bunte Fischerboote kommen ins Sichtfeld, Glyzinien hangeln sich an den historischen Fassaden empor. Torri del Benaco ist einer der ursprünglichsten Orte am See, vom Tourismus noch weitgehend verschont. Winzig klein: Castelletto, das noch nicht einmal eigenes Bootspersonal hat. Hier packt der Pizzabäcker mit an. Geschickt fängt er die Taue auf, schiebt die Gangway mit lautem Krach aufs Schiff. In seinen mehlverstaubten Hosen und mit der weißen Kappe auf dem Kopf könnte es keine bessere Werbeikone geben, denn nirgendwo am Gardasee isst man Pizza in schönerem Ambiente als an diesem beschaulichen Hafen.

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