Hamburg Hautnah: Dorothea Heintze im Gespräch

Lebst Du schon immer in Hamburg?

Lebst Du schon immer in Hamburg?

Ich bin wirklich eine echte Hamburgerin, aufgewachsen im schönsten Vorort der Welt, in Blankenese. Manchmal kann ich selbst kaum glauben, dass ich nie aus der Stadt weggezogen bin. Natürlich wollte ich das als Teenager, wie alle meine Freunde. Dann bin ich halt hängen geblieben, mittlerweile allerdings mitten in der City. Das musste mindestens sein.

Was gefällt Dir nicht so an Deiner Heimatstadt?

Na ja, die bekannte Hamburger Hochnäsigkeit nervt manchmal ganz schön. Wehe Du kommst nicht aus der „richtigen“ Familien, wohnst nicht im „richtigen“ Stadtviertel und warst nicht auf der „richtigen“ Schule, dann bist Du bei einigen gleich untendurch. Übrigens sind vor allem gerade viele Zugereiste besonders stolz darauf, wenn sie das durchschaut haben und tun alles, um so schnell wie möglich zur feinen Gesellschaft dazuzugehören.

Wie hältst Du Dich fit in Sachen Trends in Hamburg?

Wie hältst Du Dich fit in Sachen Trends in Hamburg?

Ich bin viel unterwegs, am liebste mit dem Rad, da sieht man sofort, wo neue Geschäfte und Bars öffnen. Auch nachts ist es klasse mit dem Fahrrad, da bin ich schnell von einer Kneipe zur nächsten. Und obwohl Hamburg eine wirklich tolle lebendige Szene hat – die Trends ändern sich gar nicht so schnell: Kiez, Schanze und Hafenrand. Da spielt schon seit Jahren die Musik und ich glaube, das bleibt auch so…

Gibt es noch unentdeckte Ecken?

Gibt es noch unentdeckte Ecken?

Na klar, zurzeit bin ich gerade in Wilhelmsbug und auf der Veddel viel unterwegs. Da findet die IBA statt, die Internationale Bauausstellung, und 2013 dann die Internationale Gartenausstellung. Und natürlich bietet die Hafencity immer wieder neue Orte. Mein Vater war als Kranverkäufer viel im Hafen unterwegs. Manchmal durften wir mit auf die Kais. Nun entdecke ich diese einstige Industriegegend wieder ganz neu. Das ist unheimlich spannend.

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