Falkenried-TerrassenWohlfühlkommune im Hinterhof

Hamburg: Kleine Paradise - Falkenried-Terrassen

Von der feinen Welt Eppendorfs spüren Sie hier nicht viel – dabei beginnt sie gleich auf der anderen Straßenseite. Wer zum ersten Mal die Falkenried-Terrassen in Hoheluft besucht, dem fallen drei Dinge auf: Obstbäume, spielende Kinder und das fast dörfliche, entspannte Lebensgefühl. Die schmalen Häusergassen an der Straße Falkenried sind ein idyllisches Paradies im Großstadttrubel. Hier wohnt man auf engem Raum und lebt den nachbarschaftlichen Geist einer modernen Wohlfühlkommune.

Schlendern Sie durch die grünen Innenhöfe der um 1900 erbauten Gebäude. Im Sommer leuchten die Blüten der Hortensien und Rosen an den Häusern. Damals waren die insgesamt 20 Kopfbauten und 89 Terrassenhäuser, die Ende des 19. Jhs. für die Arbeiter der hier ansässigen Fahrzeugwerke Falkenried gebaut wurden, längst nicht so vorzeigbar wie heute. Zwar wurde ein Großteil des sanierungsbedürftigen Areals von den Wohnungsbaugesellschaften Saga und Neue Heimat Nord gekauft, doch bis in die Siebzigerjahre stark vernachlässigt.

Erst als 1973 eine Mieterinitiative auf den Plan trat, kam Bewegung in die Sanierungspläne. Bis heute organisieren sich die Anwohner alleine – als selbst verwaltete Mietergenossenschaft. Viele bauen vor ihrer Haustür Gemüse an oder kümmern sich um die vielen Katzen und die zahlreichen Apfelbäume. „Wenn das Obst reif ist, dann wird hier einfach ein Korb hingestellt und alle dürfen sich bedienen“, sagt eine Anwohnerin. Zudem werden in regelmäßigen Abständen Flohmärkte, Sommerfeste oder gar Ponyreiten veranstaltet, alles mit einer unaufdringlich alternativen Note.

Ein besonderes Highlight sind die noch immer vorhandenen alten Hausbeschriftungen. Die zum Innenhof gerichtete Seite eines angrenzenden Hochbunkers wurde mit einem tollen Wandbild versehen. Es stellt Szenen aus der Geschichte des Falkenrieds und dem Leben der Anwohner dar. An der Ecke zum Falkenried gibt es außerdem die Marsbar (Straßenbahnring 2, Tel. 040 46 00 99 50, Mo–Fr 9–24, Sa 10–18 Uhr, www.marsbar-hamburg.de), ein schickes, kleines Restaurant in einem denkmalgeschützten ehemaligen Pförtnerhaus.

Lassen Sie sich vom Charme einer der schönsten Ecken Hamburgs verzaubern und bummeln Sie ziellos durch die Passagen – aber bitte dezent, Sie spazieren hier gewissermaßen durch den Vorgarten der Anwohner. Genießen Sie einfach die entspannte Atmosphäre, die mehr an einen Dorfanger erinnert als an das hanseatisch-schicke Eppendorf.

Adresse

Falkenried 34, 20251 Hamburg

Anfahrt

Mit der Metrobuslinie 5 bis Eppendorfer Weg (Ost), von dort über den Eppendorfer Weg, dann rechts in den Falkenried.
Mit dem Auto über die Hoheluftchaussee, dann in den Lehmweg abbiegen und links in den Falkenried.

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