Die zehn WM-Stadien verteilen sich auf neun Gastgeberstädte, in Johannesburg wird in zwei Stadien gespielt.

Die Doppelnamen mancher Orte sind für europäische Ohren ungewohnt, die Organisatoren haben sich jedoch frühzeitig entschlossen, den zahlreichen in den letzten Jahren umbenannten Gemeinden als Orientierungshilfe für die internationalen Gäste, die gewohnten alten Namen zur Seite zu stellen.

Bloemfontein/Mangaung

Bloemfontein wird wegen seiner schönen Gärten und Parks auch die Rosenstadt Südafrikas genannt. Die Geschichte der Stadt geht zurück auf das Jahr 1840, als sich der Voortrekker Nicolaas Brits hier als Farmer niederließ. Er nannte seine Farm nach dem, was er bei seiner Ankunft vorfand. Dies war eine sprudelnde Quelle, die von Blumen umgeben war. Bloemfontein ist die Hauptstadt des Freistaats (Freestate). Außerdem hat hier der Oberste Gerichtshof Südafrikas seinen Sitz, was Bloemfontein eine herausragende Rolle im Justizwesen des Landes verleiht.

Free-State-Stadion

Neben allgemeinen Modernisierungsmaßnahmen wurde im Free-State-Stadion die Westtribüne im Hinblick auf die WM um einen Rang erhöht.
Kapazität: 48 000
Baumaßnahmen: Modernisierung und Ausbau
Kosten: 22 Mio. €

Durban

Mit seinen weiten, weißen Stränden am Indischen Ozean und rund 300 Sonnentagen im Jahr ist Durban das Urlaubsmekka der Südafrikaner. Die indischen Märkte, Moscheen und Geschäfte gehören zu den Attraktionen Durbans, das sich als Mischung vieler Kulturen präsentiert. Der Hafen ist, was Umschlag und Fläche anbelangt, der größte des Landes. Wer heute in diese große, pulsierende Hafenstadt kommt, kann sich nicht vorstellen, dass hier vor 150 Jahren nichts anderes war, als Urwald mit Löwen und Elefanten. Die Zulus nennen die Stadt noch immer eThekwini – die ruhige Lagune.

Moses-Mabhida-Stadion

Spektakulär: In über 100 Metern Höhe spannt sich der Skywalk genannte Bogen über das Spielfeld, der die Dachkonstruktion des Stadions trägt. Per Seilbahn erschlossen, bietet sich vom Skywalk ein traumhafter Blick auf Durban und den Indischen Ozean.
Kapazität: 65 000
Baumaßnahmen: Neubau
Kosten: ca. 164 Mio. €

Nelspruit

Nelspruit, die freundliche Hauptstadt der Provinz Mpumalanga, liegt am Crocodile River im subtropischen Lowveld. Als „Drehscheibe“ für den Besuch des Kruger-Nationalparks, der Hauptattraktion im Nordosten Südafrikas, ist Nelspruit hervorragend erschlossen. Nelspruit ist ein bedeutendes Landwirtschaftszentrum. Die guten Böden und das gemäßigte Klima ermöglichen den Anbau von Litschis, Mangos, Avocados, Papayas, Bananen und Nüssen, außerdem kommt ein Drittel des südafrikanischen Orangenexports aus dem Bezirk.

Mbombela-Stadion

Mit den hohen Tragpfeilern, an denen das Dach der Arena befestigt ist, und seiner rechteckigen Form erinnert das Mbombela-Stadion entfernt an das Westfalenstadion in Dortmund.
Kapazität: 46 000
Baumaßnahmen: Neubau
Kosten: ca. 60 Mio. €

Polokwane

Polokwane, Hauptort der Provinz Limpopo, liegt an der von Johannesburg nach Norden führenden Great North Road. Die Stadt ist der kulturelle Mittelpunkt einer faszinierenden Region und bietet sich als Station an, auf dem Weg zum Krugerpark und in das landschaftlich reizvolle Gebiet um Tzaneen. Die 1884 als Pietersburg gegründete Stadt entwickelte sich rasch zum Handels- und Verwaltungszentrum. Die fruchtbare Gegend wird landwirtschaftlich intensiv genutzt und hier finden sich einige der größten Viehfarmen Südafrikas.

Peter-Mokaba-Stadion

Das zur WM modernisierte und auf der Westseite mit einem neuen Dach ausgestattete Stadion ist nach dem charismatischen ANC-Politiker Peter Mokaba benannt.
Kapazität: 45 000
Baumaßnahmen: Modernisierung und Ausbau
Kosten: ca. 118 Mio. €

Johannesburg

Johannesburg, mit 6 Mio. Einwohnern die größte Stadt Südafrikas, liegt 1 753 m über dem Meer und ist im wahrsten Sinn des Wortes auf Gold gebaut: Johannesburg heißt inden schwarzen Sprachen E'Goli, Ort des Goldes. Denn mit Gold fing alles an. 1886 wurde es hier gefunden und es begann der größte Goldrausch aller Zeiten. Aus dem Goldgräberlager von einst entstand die Stadt, in der Gold auch noch heute eine große Rolle spielt. Johannesburg ist das Finanzzentrum des Landes mit dem größten Flughafen, den breitesten Straßen und den höchsten Wolkenkratzern.

Soccer-City-Stadion

Das Soccer-City-Stadion in Johannesburg setzt mit seiner spektakulären Außenhülle nicht nur ein architektonisches Glanzlicht, sondern bildet als Austragungsort von acht Spielen, darunter dem Eröffnungs- und dem Endspiel, das Epizentrum der WM. Die Umbaumaßnahmen kamen einem Neubau gleich, mit knapp 95 000 Plätzen ist Soccer-City nicht nur eines der modernsten, sondern auch eines der größten Stadien der Welt.
Kapazität: 94 700
Baumaßnahmen: Kompletterneuerung
Kosten: ca. 145 Mio. €

Ellis-Park/Coca-Cola-Park

Das Ellis-Park-Stadion, heute auch als Coca-Cola-Park bekannt, ist Mittelpunkt eines großen Sportparks im Osten von Johannesburg. Zur WM wurden die Ränge hinter den Toren ausgebaut, das Fassungsvermögen stieg auf 62 000 Zuschauer.
Kapazität: 62 000
Baumaßnahmen: Umbau
Kosten: ca. 3,6 Mio. €

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