... Christmas-Shopping: Newcastle-upon-Design

Nicht verpassen: Newcastles Museen

Die Lichter der Avantgarde sind freilich nur eine Art, Newcastle zu erhellen. Immerhin verfängt sich in der Stadt am Tyne, seit der Gründung durch den römischen Kaiser Hadrian, das Schimmern zweier Jahrtausende. Georgianische Architektur und die Saint-Nicholas-Kathedrale aus dem 14. Jh., Reste des Hadrianwalles im Osten der Stadt, Robert Stephensons frühindustrielle Eisenkonstruktion der High Level Bridge – und nicht zu vergessen: die modernen Museen an der Südseite des Tyne. Da wäre das, in einer ehemaligen Mühle untergebrachte Museum The Baltic, eines der spannendsten europäischen Zentren in Sachen Moderner Kunst. Nur wenige Schritte weit entfernt: Norman Fosters Konzerthalle The Sage, ein weiterer Meilenstein in der Baukunst der alten Stadt.

Kunstkäufe in der Keksfabrik

Die Vielfalt dieser historischen Kulissen spiegelt sich aber auch beim vorweihnachtlichen Flanieren wider – und in der Vielfalt der Straßenmärkte und Shopping-Fundgruben, die Newcastle seinen Besuchern heute bietet. Der Weg in die viktorianische Biscuit Factory an der Stoddart Street ist da kein schlechter Anfang: Großbritanniens größter kommerzieller Galeriebetrieb breitet sich hier über zwei Stockwerke aus, eine Art Kunst-Kaufhaus, das auch Ateliers und das Feinschmeckerrestaurant Brasserie Black Door beinhaltet. Shopping im frühindustriellen Ambiente ist eine der Besonderheiten dieser Stadt. Auch Seven Stories hat sich in einer ehemaligen Fabrik niedergelassen, einer alten Mühle, und schreibt seither als Großbritanniens führende Adresse für Kinderliteratur Shopping-Geschichte, Weihnachtsklassiker inklusive.

Der Geschmack von Weihnachten

Da macht der „Continental Market“ ab Mitte November und mit Delikatessen aus ganz Europa Gusto auf Weihnachten. Später übernimmt der ganz und gar britische „Christmas Market“. Es ist der ideale Ort, um lokale und saisonale Spezialitäten einzupacken: Hausgemachte Konfitüren und britische Puddings, traditionelle Wildterrine und Christmas Cakes wie aus dem viktorianischen Bilderbuch. Zucker fürs Auge bietet die angrenzende, mit Glas überdachte Markthalle des Grainger Market – ein pures Stück Gusseisen-Nostalgie à la Charles Dickens. Im Dezember wird hier britisches Kunsthandwerk geboten.

Lichter und Lieder

Shop til you drop. Das schafft man im vorweihnachtlichen Newcastle aber nicht nur aufgrund der vielen, stimmungsvoll beleuchteten Weihnachtsmärkte, die der Stadt eine ganz besondere Festlichkeit verleihen. Auch einschlägige Open-Air-Messen machen dann Stimmung. Die am Performance Square in den Gateshead Quays veranstaltete „Frost Fair“ blickt Ende November etwa Richtung Norden, präsentiert skandinavische Delis & Design, aber auch „Björn the Polar Bear“, eine animierte Puppe, die mit nordischen Sagen unterhält.

Ein Tänzchen in Ehren

Fast beliebig ließe sich die Liste ergänzen: Mit den 150 handverlesenen Ständen der noblen Wynyard Hall oder dem MetroCentro, einer der größten Shopping Malls Europas. Wobei es keineswegs immer um Waren geht, sondern auch um vorweihnachtliche Wärme. Wenn im Rahmen der preisgekrönten „Entchanted Parks“ im Saltwell Park die abendlichen Lichter angehen, ist Santa Claus schon ganz nah. Und notfalls kann man für Weihnachten ja ruhig auch ein wenig schwitzen, zeigt die Konzerthalle The Sage doch auch ihre besinnlich-beschwingte Seite. Dann können im Rahmen von „Christmas Ceilidh“ traditionell britische Weihnachtstänzchen einstudiert werden. Und später, im Rahmen des „Sing Together“-Programms Weihnachtslieder aus aller Welt...

Text: Robert Haidinger

Nach oben