... Hotels in Dubai: Stars mit Sternen

Gondolieri mit Turban

Näher am Pulsschlag der Stadt, aber zeitlich zumindest genau so weit entfernt, sind die orientalischen Märchenburgen von Al Qasr sowie des Madinat Jumeirah. Auch hier werden historische Bauten nachgestellt - Windtürme und Taubenverschläge machen auf 1001 Luxushotelnächte. Im Fall des weitläufigen Madinat Jumeirah wird auch ein Hauch von Venedig mitgeliefert: Breite Kanäle durchziehen die Anlage, die Gäste schippern mit hoteleigenen Wassertaxis zwischen Zimmer, Pool und Hotelbar hin und her.

Wer ist neuer Trendsetter?

Die Liste solcher Extravaganzen ließe sich noch eine ganze Weile fortsetzen: Mit der coolen Neueröffnung des The Address Downtown Burj Dubai etwa, das den besten Blick auf den Burj Dubai hat, und auf eine klassische Rezeption verzichtet: Das Check-In wird hier während der Fahrt vom Airport und per Laptop erledigt. Hotels wie das Grosvenor House stilisieren sich währenddessen lieber mithilfe spektakulärer Bars – im konkreten Falle: der Buddha Bar – zum Trendsetter hoch. Doch mit dem eigentlichen Wahrzeichen der Stadt hält trotzdem keines dieser Häuser mit. Klar, dass es sich auch hier um ein Hotel handelt.

Feuereruption und Deckenspiegel

Bis heute setzt das legendäre Burj al Arab mit dem spektakulären Teflon-Segel als Wahrzeichen Maßstäbe in Sachen Luxus. Besuchen sollte man das einzige 7-Sterne-Hotel der Welt auf jeden Fall. Für dessen spielerische Note sorgt – neben 142 Iridium-Floodlights und den Feuereruptionen am Eingang – auch der zentrale Hausbrunnen „Volcano“ mit seinen 32 m hohen Wasserfontänen, die in den azurblau-gold illuminierten Himmel des Atriumbaus steigen. Aber auch bei den maßgeschneiderten Billardtischen, den kalbsledernen Nackenrollen am Whirlpoolrand und dem großen Deckenspiegel über dem Bett handelt es sich keineswegs um die einzigen Details, die einen hier begeistern könnten.

Service in der Designuniform

Es bleibt aber auch – ein unverstellter Hang zum Protzen. Allein insgesamt 2000 m2 Fläche des Hotels sind mit 22-Karat Blattgold versehen, verbaut wurde der bereits von Michelangelo präferierte Stautari-Marmor aus dem italienischen Carrara, in die Wände sind Halbedelsteine eingelassen und auch die Uniformen der 1200 Hausangestellten sind selbstverständlich spezielle Entwürfe, die des britischen Modedesigners Bruce Oldfield nämlich.

Hoch hinaus, tief im Meer

Unaufdringlicher Service ist Teil des Luxuskonzepts: Das verrät allein die geisterhafte Diskretion des Room Service, der via Türspion-Kameraauge in den goldumrahmten, riesigen TV-Screen eingeblendet wird. Lächelnd stehen sie draußen mit den Silberkannen voll Kaffee – Hotelpagen, die wie Sportlehrer aussehen, aber die Manieren von Tanzlehrern haben. Der Besuch des High-Tech-Restaurants „Al Muntaha“ im 27. Stockwerk ist ebenso spektakulär wie das untermeerische „Al Mahana Restaurant“. Nach der drei Minuten dauernden Liftfahrt durchschreitet man das Seafood-Restaurant durch goldene Pforten, im zentralen Aquarium warten bereits Zackenbarsche und Haie. Und natürlich der Showtaucher, der zwischen ihnen seine Kreise zieht.

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