Im Rila-Gebirge: Schatzsuche

Ein wenig Backofenhitze kann nicht schaden. Im Gegenteil: Eher steigert die spätsommerliche Wärme die Vorfreude auf einen klaren Schluck Gebirgswasser. Das tut auch der Wildbach, der sich neben dem schmalen Sträßchen Richtung Rila-Kloster schlängelt. Doch zuerst will es erreicht sein, das berühmteste Gebäude seiner Art Bulgariens. Abweisend wirken die hohen Mauern auf den ersten Blick, fast meint man eine Festung hinter den mächtigen Platanen zu sehen. So versprechen zunächst nur die außen angebrachten Wasserspeier ein wenig Erlösung – und zwar vor dem allmählich doch stärker gewordenen Durst.

Des Zaren letzte Ruhestädte

Des Zaren letzte Ruhestädte

Den ältesten Teil des Gebäudekomplexes stellt der 1335 errichtete Chreljo-Turm dar. Vor allem aber prägen später entstandene Erker und Balkone die eindrucksvolle Klosterarchitektur des Nationalheiligtums, die 24 m hohen Außenmauern versprachen auch Bulgariens letztem Zaren ausreichend Ruhe – und zwar die letzte. Das Grab Boris des III. befindet sich in der Hauptkirche, gemeinsam mit berühmten Holzschnitzereien und vergoldeten Ikonostasen.

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