Baden in Búzios: Filmreif

Keine Frage, der Besuch in Búzios in den 1960ern hat Brigitte Bardot gut getan. Die französische Filmdiva war von dem damals beschaulichen Fischerdorf rund 180 km nördlich von Rio so angetan, dass sie gleich drei Monate lang blieb. „Es gab kein Telefon, keinen Kühlschrank, kein fließendes Wasser", schrieb sie Jahrzehnte später in ihren Memoiren, „aber ich war an einem Meer, das wie himmelfarbener Champagner war, und ich erlebte die schönsten Tage meines Lebens.“

Urlaub inkognito

Die Idylle Búzios hat sich seit La Bardots Besuch gravierend verändert. Das Fischerdorf lebt heute vom Tourismus – und das sogar prächtig. Denn das französische Sexsymbol mit dem legendären Schmollmund war mit ihrem Besuch Vorreiter für Jetset-Gäste aus aller Welt. Ob Mick Jagger oder Nina Hagen, Bono oder Bill Gates, ob Silvester Stallone oder Pelé, Gustavo Kuerten oder Giselle Bündchen, der wohl mondänste brasilianische Badeort hat sie alle angelockt. Und vielen geht es dabei wie Brigitte Bardot, die 1964 vor Fans und Journalisten aus Rio geflohen war: Sie urlauben inkognito.

St. Tropez – aber mit Flair

Das St. Tropez Brasiliens, so heißt es in Reiseführern, sei Búzios geworden. Doch das stimmt keineswegs, verstaute Straßen und hässliche Hotelburgen sucht man vergebens – und das, obwohl nicht nur im Ort, sondern auf der gesamten Halbinsel überall Wochenendhäuser von stadtmüden Cariocas, den Bewohnern Rios, und Herbergen für Touristen zu finden sind.

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