6. Juli 2006: Die perfekte Welle

Keine zwei Minuten nachdem der S@LT-Club (Surf at La Trobe) während des Uni-Welcome-Festivals seinen kleinen Surffilm vorführt, zücke ich die Dollars und unterzeichne die Formulare. So schnell hat mich wohl noch kein Club geködert. Die S@LT-Strategie ist aber auch zu smart: sonnengebräunte Surfboys in stylishen Shirts&Shorts zeigen zu Songs von Jack Johnson Bilder von Bells Beach. Hier surften schon Keanu Reeves und Patrick Swayze in Gefährliche Brandung.

Geschafft

Eine Woche später ist es endlich soweit: Ich mache mich mit zwanzig Mitstudenten – oder anders gesagt: blutigen Wellenreitanfängern – auf in die australische Surfhauptstadt Torquay. Dort gelandet, geht es sofort zum Strand. Unsere erste Surfsession steht an. Und was soll ich sagen, gleich die zweite Welle bringt den gewünschten Erfolg und einen Adrenalinstoß, der auch Stunden später noch spürbar ist. Ebenso wie die beiden Showbiz-Stars stehe auch ich dort, wo ein Surfer stehen muss – auf dem Brett. Zur Überraschung der Surfclubcrew verbringe ich tatsächlich mehr Zeit auf als salzwasserschluckend unter dem Brett. Johno, mein Surflehrer, muss deshalb auch seinen ganzen Charme spielen lassen, um mich aus Wasser und Wetsuit zu bekommen. Doch auch er hat den perfekten Köder: ein real Aussie-BBQ. Ich zögere nicht lange, schließlich macht Surfen nicht nur Spaß, sondern auch unglaublich hungrig.

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