8. Oktober 2006: Die große Tour

Unfassbar! Kaum finde ich den Weg zum Campus-Café ohne Kompass und Karte, schon ist mein Auslandssemester vorüber. Meine Tage in Melbourne sind gezählt. Davor aber noch: 12 000 km quer durch den Kontinent! Morgen geht es los. Ohne strengen Zeitplan, einfach treiben lassen. Bleiben, wo die Sonne scheint und die Strände schön sind. Ein spektakulärer Start ist sicher, besitze ich doch bereits ein Flugticket nach Sydney und eine Eintrittskarte fürs berühmteste Opernhaus der Welt.

Im Anschluss geht es mit dem Billig-Busticket die Ostküste hinauf. Die stundenlangen Fahrten werden zwar mein Sitzfleisch ganz schön strapazieren, doch low-budget muss sein. Schließlich wird der ganze Segel-Surf-Schnorchel-Spaß garantiert ins Geld gehen. Im tropischen Cairns heißt es Abtauchen: im Great Barrier Reef, dem größten Lebewesen der Welt. In Cairns endet die erste Etappe.

Wasserfall

Begegne ich dort keiner grausam-giftigen Würfelqualle mit ihren teuflisch-todbringenden Tentakeln oder werde ich nicht von einem hungrigen Hai verspeist, fliege ich an die Westküste. Direkt in die entlegenste und sonnigste Großstadt der Welt: Perth – Ausgangsort meiner Top-End-Tour. Auf dieser erwarten mich bis Darwin 4000 km Holperpisten quer durch verschiedene Nationalparks.

Doch das Highlight gibt’s zum Schluss: ein Trip ins unendlich erscheinende, brütend heiße Innere. Ins Outback. Ins Never Never. Zum majestätischsten Monolithen der Welt, dem Uluru (Ayers Rock). Denn eines ist sicher: Ich werde den Kontinent nicht verlassen, ohne sein rotes Herz durchquert zu haben!

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