Wiesn-Zeltguide: Wer feiert wo

Kleine Wiesn-Orientierungshilfe

Hier wird getrunken, geschunkelt und gebaggert: 14 große Zelte warten nur darauf, von Oktoberfestbesuchern gestürmt zu werden. Wer feiert in welchem Zelt? Und wo gibt’s spezielle Angebote für Familien oder Homosexuelle? Der Zelt-Guide verrät es.

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Schottenhamel

Hier fällt jedes Jahr der offizielle Startschuss. Am ersten Wiesn-Tag, pünktlich um 12 Uhr, heißt es „O’zapft is!” Dann hat der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude das erste Fass angestochen, und erst dann darf das Bier auch in den anderen Zelten fließen. Ins traditionellste Zelt — die Wirtsleute Schottenhamel waren schon 1867 mit einer kleinen Bierbude auf der Wiesn vertreten — zieht es vor allem junge, flirtwillige Gäste. 10.000 von ihnen finden Platz.

Hacker-Festzelt

Das 6.900-Personen-Zelt zieht vor allem junge Menschen und Touristen an. Ob’s an der außergewöhnlichen Gestaltung liegt? Für die weißen Wolken und Sterne ist Rolf Zehetbauer verantwortlich: Der Filmkulissenbauer und Oscar-Preisträger hat den „Himmel der Bayern” gestaltet. Einmalig im Hacker-Zelt ist das Cabrio-Dach über der hinteren Galerie, das bei gutem Wetter den Blick auf den Himmel über München freigibt.

Hofbräu-Festzelt

Rund 5.500 Hektoliter Bier schenken die Wirtsleute des Hofbräu-Festzeltes jedes Oktoberfest aus — das sind umgerechnet fast 4.000 Badewannen voll. Zu tief ins Glas schauen überwiegend Amerikaner und Australier. Auf knapp 10.000 Plätzen fühlen sich aber auch Familien wohl: Sie freuen sich über die vergleichsweise günstigen Preise zur Mittagszeit auf der Wiesn.

Augustiner-Festhalle

Schon die zwei riesigen 200-Liter-Fässer im Eingangsbereich machen klar, was in der Augustiner-Festhalle (8.500 Plätze auf Innen- und Außenfläche) geboten wird. Denn im Zelt der ältesten Münchner Brauerei kommt der Gerstensaft noch aus traditionellen Holzfässern. Diese Besonderheit wissen vor allem Einheimische zu schätzen. Mehr als 200 lokale Stammtische finden sich während der Wiesn ein.

Fischer-Vroni

Wer keine Lust auf Schweinshaxe oder Hendl hat, den zieht’s zur Fischer-Vroni und ihrem „Steckerlfisch”. Ob Zander, Renke oder Lachsforelle — in einer 15 Meter langen Reihe wird alles gegrillt, was Fischliebhabern schmeckt. Am zweiten Oktoberfest-Montag („Prosecco-Wiesn”) nehmen auf den insgesamt 3.400 Plätzen Schwule und Lesben aus ganz Deutschland Platz.

Braurösl

Gleich zwei Gay-Events bietet das Braurösl-Zelt: Am ersten Wiesn-Montag findet der „Rosl-Montag” statt, am ersten Sonntag der „Gay Sunday”. Beliebt ist das Zelt mit 6.200 Innen- und 2.200 Außenplätzen vor allem bei jungen Menschen und als Ziel von Firmenausflügen. Die „Braurösl”, eine professionelle Jodlerin, sorgt für Stimmung abseits der sonst üblichen Blas- und Schlagermusik.

Hippodrom

Gerade einmal 4.200 Menschen fasst das Hippodrom — und doch gehört das Zelt zu den beliebtesten des Oktoberfests. Junge Leute und Singles zieht’s direkt an die Champagnerbar, an der sich auch schon mal Prominente wie Thomas Gottschalk oder Boris Becker blicken lassen.

Ochsenbraterei

Rund 5.500 Hektoliter Bier schenken die Wirtsleute des Hofbräu-Festzeltes jedes Oktoberfest aus — das sind umgerechnet fast 4.000 Badewannen voll. Zu tief ins Glas schauen überwiegend Amerikaner und Australier. Auf knapp 10.000 Plätzen fühlen sich aber auch Familien wohl: Sie freuen sich über die vergleichsweise günstigen Preise zur Mittagszeit auf der Wiesn.

Löwenbrau-Festhalle

Ein riesiger Löwe bewacht den Eingang der Festhalle und brüllt von Zeit zu Zeit stilecht den Markennamen „Löwenbrau” in die wartende Menge. Beliebt ist das Zelt – wie sollte es anders sein – bei Spielern und Fans des TSV 1860 München, auch „Löwen” genannt. Innen gibt es 5.700 Plätze, im Biergarten noch einmal 2.800.

Käfer

DER Anlaufpunkt für Münchners Schickeria und die (lokale) Prominenz. Bei Käfer gibt es 2.900 Plätze, Feinschmecker-Menüs, die man sich etwas kosten lässt, und extralange Öffnungszeiten bis halb eins nachts. Rein kommt allerdings nur, wer das richtige Bändchen am Handgelenk hat.

Weinzelt

Gegenüber vom Käfer lockt das Weinzelt mit einer Auswahl von mehr als 15 Weinen und diversen Champagner- und Sektsorten. Selbst auf der Wiesn muss es eben nicht immer Bier sein. Gleich drei Bands sorgen für Stimmung, 3.000 Gäste fassen Zelt- und Außenbereich zusammen. Die Party endet hier übrigens erst um ein Uhr nachts — alle anderen Zelte (bis auf Käfer) machen schon um 23.30 Uhr dicht.

Schützen-Festhalle

Seit der Juwelier Tiffany im Schützen-Zelt am ersten Wiesn-Samstag zum „Breakfast” lädt, fühlt sich Deutschlands Adel dort besonders pudelwohl. Bodenständiger geht’s zur täglichen Mittags-Wiesn zu. Dann füllen sich die 5.500 Plätze dank günstiger Preise mit Familien und Senioren. Das Besondere an der Festhalle unterhalb der Bavaria: An den 110 Schießständen wird das traditionelle Oktoberfestschießen ausgetragen.

Armbrustschützen-Zelt

So stellt man sich ein bayrisches Dorffest vor: Blasmusik, Lodenträger, Armbrust-Schießstände. Seit 1935 finden in einem Zeltanbau die Deutschen Armbrust-Meisterschaften statt. Auf den 5.830 Innen- und 1.600 Außenplätzen machen es sich fesche Madl und Buam aller Altersklassen gemütlich. Promis und Bussi-Bussi-Publikum sucht man hier vergebens.

Winzerer Fähndl

Beim Winzerer Fähndl ist alles eine Nummer größer, sei’s der 25 Meter hohe Paulanerturm mit Riesenmaßkrug am Eingang oder die sage und schreibe 11.000 Plätze verteilt auf Innen- und Außenbereich. Bei schönem Wetter lohnt ein Besuch im Biergarten. Wegen seiner Ausrichtung nach Süden ist er der einzige auf der Wiesn mit Sonnengarantie.

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