VIP Urlaub

Teuer: Saint-Tropez, günstig: Budva

Sixties-Sexsymbol Brigitte Bardot machte Saint-Tropez zum Inbegriff des Jetset-Glamours. Seitdem mauserte sich der Küstenort an der französischen Riveria zum absoluten „Place to be“ für all jene, die sehen und gesehen werden wollen. Heutzutage verschlägt es etwa Designerin Victoria Beckham, R’n’B-Star Rihanna und Hollywood-Ikone Tom Cruise regelmäßig in die mit 4.500 Einwohnern vergleichsweise dünn besiedelte Hafenstadt. Auch die Schauspielerinnen Kate Hudson und Catherine Zeta-Jones sowie das Model Kate Moss lassen es sich hier gut gehen.

Unter anderem deshalb zieht Saint-Tropez große (Tages-)Besuchermengen an und gilt vielen Reisenden inzwischen als überfüllt. Unser Ausweich-Tipp: Budva in Montenegro. Hier, direkt an der sonnenreichen Adriaküste, gibt es alles, was auch Saint-Tropez einst groß machte: einen Yachthafen, erstklassige Gourmettempel, ein vielseitiges Nachtleben und feinkörnigen Sandstrand. Der einzige Unterschied ist wohl, dass der 19.000-Einwohner-Ort selbst unter Reiseexperten noch als Geheimtipp gilt und deshalb vergleichsweise günstig ist.

Teuer: Bora Bora, günstig: Belize

In einem Bungalow direkt über dem Pazifischen Ozean nächtigen – diesen Luxus gönnen sich die Schauspielerinnen Nicole Kidman, Eva Longoria, Christina Applegate und Sharon Stone regelmäßig. Ihr bevorzugtes Urlaubsziel heißt Bora Bora: ein Atoll, das zu Französisch-Polynesien gehört und mit türkisblauem Wasser und weißen Sandstränden zum hemmungslosen Faulenzen unter Palmen einlädt. Kein Wunder, dass auch Mime Rob Low und Musikproduzent Quincy Jones hier gelegentlich eine Auszeit nehmen.

Wer sein Geld nur ungern für Fünf-Sterne-Resorts verpulvert, sollte einen Trip nach Belize in Erwägung ziehen. Der zentralamerikanische Staat wartet genau wie Bora Bora mit traumhaften Stränden und großen Korallenriffen auf. Zusätzlich laden zahlreiche Wasserfälle zur abenteuerlichen Zwischendurcherfrischung ein. Doch das Beste kommt erst noch: Auch in Belize können Sie sich „auf“ dem Atlantischen Ozean betten. Hotels, die entsprechende Bungalows anbieten, sind jedoch günstiger – und haben zum Teil sogar Rum-Flatrates im Programm. Wenn das kein Argument für das frühere Britisch-Honduras ist…

Teuer: Aspen, günstig: Sun Valley

Topmodel Heidi Klum, Leinwandschönheit Demi Moore und R’n’B-Röhre Mariah Carey – so heißen die prominenten Schneehasen, die sich regelmäßig im Wintersporteldorado Aspen vergnügen. Hier können die Stars unbehelligt die Pisten hinab wedeln, sich in Edelboutiquen glücklich shoppen oder bei einem Essen im Sternerestaurant über neue Projekte quatschen. Die Schauspieler Michael Douglas, Jack Nicholson und Kurt Russell haben hier, im US-Bundesstaat Colorado, sogar eigene Häuser.

Das mag für Normalsterbliche zwar auch weiterhin ein Traum bleiben. Zumindest das gleiche coole Feeling können sie aber günstiger erleben – zum Beispiel im Sun Valley im US-Bundesstaat Idaho. Hier lockt nicht nur das reichhaltige Wintersportangebot (Ski fahren, snowboarden, Schlittschuh laufen). Auch für anderweitig Aktive hält der Urlaubsort im Blaine County zahlreiche Möglichkeiten parat, von idyllischen Radwegen über Tennisplätze bis hin zu ausgeschilderten Wanderwegen. Selbst die Stars entdecken das günstige Sun Valley langsam, aber sicher für sich: Schauspieler Arnold Schwarzenegger und „Facebook“-Gründer Mark Zuckerberg haben sich hier schon häuslich eingerichtet.

Teuer: Maui, günstig: Big Island

Leben wie Gott in Frankreich? Die US-Talkerin Oprah Winfrey und die Hollywood-Stars Woody Harrelson und Owen Wilson urlauben lieber wie der polynesische Halbgott Maui auf der gleichnamigen Insel im Pazifischen Ozean. Die zweitgrößte Insel des Archipels Hawaiis wartet mit paradiesischer Kulisse und beeindruckenden Wellen auf. Da greifen auch Schauspielerin Megan Fox und die Popstars Justin Bieber und Britney Spears ab und zu zum Surfbrett.

Nur einen Katzensprung oder besser eine Bootsfahrt entfernt lockt Big Island mit ähnlich malerischen Ansichten. Der Clou: Die Hauptinsel Hawaiis ist im Vergleich zum kleinen Bruder ein regelrechtes Schnäppchen. Ausgiebige Shoppingtouren und entspanntes Brutzeln in der Sonne sind hier genauso möglich. Neben Hobbygolfern (es gibt zwei große Golfresorts, den Mauna Kea und den Hapuna Golf Course) werden auf Big Island kleine und große Feinschmecker glücklich: Die Insel ist für ihren Bananen- und Kaffeeanbau berühmt.

Teuer: Comer See, günstig: Lake District

Bei den Frauen ist sich Lebemann George Clooney zuweilen unsicher. Womöglich, weil sein Herz längst an Bella Italia vergeben ist? Der Leinwand-Beau hat eine Villa im idyllischen Örtchen Laglio, direkt am Comer See. Nicht nur in den schwülen Sommermonaten gehen deshalb berühmte Freunde wie Schauspieler Matt Damon und Brad Pitt bei ihm ein und aus. Seine Luxusherberge „Oleandra“ punktet durch Ufernähe, eine eigene Bootsanlegestelle und einen herrschaftlichen Balkon. Doch auf letzterem bekommt man Clooney nur äußerst selten zu Gesicht.

Wesentlich mehr fürs Auge bietet da schon das Lake District in Großbritannien: Hier können Urlauber ganze Dörfer aus Naturstein besichtigen oder durch märchenhaft bewaldete Täler wandern. Für das typische Comer See-Feeling sorgen rund 1.000 kleine und größere Seen. Besonders der Windermere, der größte natürliche See Englands, lädt zu Tagesausflügen mit dem Boot ein. Ein bisschen wie Clooney höchstselbst fühlen sich Übernachtungsgäste in Hotels mit Blick aufs Wasser, die man für moderate Preise ab 120 Euro pro Nacht buchen kann.

Teuer: Mallorca, günstig: Kreta

Mallorca ist der perfekte Ort für eine mondäne Partynacht auf einer Privatjacht – Rocker Rod Stewart und die Schauspieler Jennifer Aniston, Jim Carrey und Antonio Banderas wissen das längst. Diese Promis sind nur eine kleine Auswahl derer, die es alljährlich auf die spanische Mittelmeerinsel zieht. Auch Paris Hilton feiert hier oft durch die sternenklare Nacht. Natürlich nicht auf der überfüllten Schinkenstraße, durch die das betrunkene Gros der gewöhnlichen Mallorca-Urlauber stolpert.

Alle, die keine Lust auf Schlagerpartys und Sangria aus dem Eimer haben, sich aber (noch) keine eigene Yacht leisten können, sollten Kreta eine Chance geben. Von historischen Stätten (Knossos-Palast und Kloster Arkadi) bis hin zu zahlreichen Sonnenstunden hat die größte griechische Insel so ziemlich alles zu bieten, was auch Mallorca spannend macht. Pulsierendes Nachtleben natürlich inklusive. Selbst die Landschaft – hohe Berge, tiefe Schluchten, sandige Strände – ähnelt jener der Baleareninsel auffallend. In Hania und Rethymnon können Besucher sogar in antiken Villen nächtigen, die die Eigentümer zu pittoresken Hotels umgebaut haben. Sich einmal so luxuriös betten wie ein VIP – und sei es einer aus einem vorherigen Jahrhundert – ist also wahrlich kein Ding der Unmöglichkeit.

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