Buddha Statue Tempel Sri Lanka
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Sri Lanka: Buddha-Tattoo führt zu Einreiseverbot

Einer gläubigen Engländerin, die ihre Wertschätzung des Buddhismus mit einem Buddha-Tattoo auf dem Oberarm bezeugt, wurde 2014 die Einreise nach Sri Lanka verwehrt. Die Darstellung religiöser Motive gilt dort als Respektlosigkeit, die mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden kann. Bereits ein Jahr zuvor war einem Engländer mit ähnlicher Tätowierung die Einreise verweigert worden.

MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 11.12.2023

Sri Lanka: Buddha-Tattoo führt zu Einreiseverbot

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Einer gläubigen Engländerin, die ihre Wertschätzung des Buddhismus mit einem Buddha-Tattoo auf dem Oberarm bezeugt, wurde 2014 die Einreise nach Sri Lanka verwehrt. Die Darstellung religiöser Motive gilt dort als Respektlosigkeit, die mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden kann. Bereits ein Jahr zuvor war einem Engländer mit ähnlicher Tätowierung die Einreise verweigert worden.

MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 11.12.2023

Das Auswärtige Amt weist immer wieder darauf hin, dass die Justiz in Sri Lanka sehr harsch gegen „Respektlosigkeiten“ gegenüber religiösen Symbolen vorgeht. So ist es zum Beispiel streng verboten, sich mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue fotografieren zu lassen – für Europäer nichts Ungewöhnliches oder Despektierliches. Im Jahr 2012 wurden drei Franzosen sogar zu Gefängnisstrafen auf Bewährung verurteilt, weil sie eine Buddha-Statue geküsst hatten.

Auch die englische Touristin war überrascht, dass ihr Buddha-Tattoo bei der Einreise so viel Wirbel verursachte: Trotz der Beteuerungen ihrerseits, dass es sich hier um einen Ausdruck der Verbundenheit mit dem Buddhismus handelt, fällte man das Urteil, ohne sie anzuhören. Nach den mehrere Tage dauernden Sicherheitsprüfungen wird sie ins Heimatland abgeschoben werden – ohne ihren Urlaub auf den Malediven fortsetzen zu können.

Auch in Thailand dürfen sich Touristen seit 2011 nicht mehr mit Buddha-, Jesus- oder Hindu-Tattoos blicken lassen. Reisende in buddhistisch oder hinduistisch geprägte Länder sollten sich deshalb genau mit den religiösen Gepflogenheiten vertraut machen.