Mandelblüte, im Hintergrund Landschaft
© Rui Fonseca, Shutterstock

Portugal: Mandelblüte

Im Februar und März verwandeln die weißen Blüten der Mandelbäume den Norden Portugals in eine zauberhafte Landschaft. Aus dem Zug heraus lassen sich die prächtigen Haine und Weinberge der Region ganz besonders gut bestaunen.

von Tobias Käsmaier, MARCO POLO Redaktion, 14.03.2024

Portugal: Mandelblüte

  • Mandelblüte, im Hintergrund Landschaft© Rui Fonseca, Shutterstock

Im Februar und März verwandeln die weißen Blüten der Mandelbäume den Norden Portugals in eine zauberhafte Landschaft. Aus dem Zug heraus lassen sich die prächtigen Haine und Weinberge der Region ganz besonders gut bestaunen.

von Tobias Käsmaier, MARCO POLO Redaktion, 14.03.2024

Von Porto aus, der Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes im Norden Portugals, begibt sich der Zug auf eine 150 Kilometer lange Fahrt durch die Regionen Alto Douro und Trás-os-Montes. Drei Stunden durchquert die Bahn in gemächlicher Fahrt das Tal des Douro, der in vielen Schleifen vor sich hin schlängelt und in Porto in den Atlantik mündet. Die portugiesische Eisenbahn ermöglicht die Fahrt sogar in einem historischen Zug, nämlich in einem bejahrten Holzwagen, der von einer Henschel-Dampflokomotive gezogen wird – ein Umstand, der das Erlebnis noch besonderer macht. Oft führt die Bahnlinie an Flussabschnitten entlang, wo noch nicht einmal Straßen hinkommen. An den Talhängen wachsen die Trauben für den berühmten Portwein, die Spezialität der Region. Die Weinberge wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Terrassenförmig liegen die Anbauflächen entlang des Wasserlaufes und tanken Sonne. Zwischen den Rebstöcken und an den Begrenzungen stehen die weiß blühenden Mandelbäume und verleihen der Landschaft den Eindruck, als sei sie mit einer leichten Schneedecke überzogen. Es ist ein Anblick, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen könnte, eine Fahrt in die Vergangenheit, in eine ruhige, friedliche Zeit. Der beste Ausblick auf dieses einmalige Naturschauspiel bietet sich den Reisenden auf dem Streckenabschnitt nach dem Valeira Stausee.

Nur keine Hektik

Damit die Passagiere auf den Fahrten genügend Zeit für die Schönheit der Region und für kulinarische Genüsse haben, ist es an den Zwischenstationen jederzeit möglich, auszusteigen und mit einer späteren Bahn weiterzufahren. Sehenswert ist auch der Bahnhof von Pinhão mit seinen liebevoll gestalteten Azulejos, einem Mosaik aus bemalten Keramikfliesen, und dem nostalgischen Flair. Die Sonderzüge der portugiesischen Eisenbahngesellschaft CP verkehren bei guter Witterung ab der ersten Märzwoche durch die grünste Region des Landes.

Kultur und Genuss

Die Region Porto e Norte beherbergt ein reiches kulturelles Erbe, schließlich stand hier die Wiege der Nation. In der Burg von Guimarães wurde der Staatsgründer geboren, die Stadt Porto gab sowohl der Nation als auch dem berühmten Portwein ihren Namen. Im gebirgigen Gebiet im Norden mit üppiger Vegetation, Flüssen und Nationalparks warten unzählige sehenswerte Burgen, Kirchen und Schlösser auf Entdecker. Romantiker übernachten am besten inmitten der Terrassenlandschaft im Vintage House in Pinhão oder im Solar da Rede in der Nähe von Mesão Frio, um die Schönheit des Landes in vollen Zügen zu genießen.

Der Artikel bezieht sich auf Informationen aus dem Jahr 2018