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Portugal: Die sieben Naturwunder

Ein Land, sieben Naturwunder - im Jahr 2010 haben die Portugiesen an einer groß angelegten Abstimmung teilgenommen und die schönsten Flecken des eigenen Landes gekürt. Bekannt gegeben wurden die Sieger auf den Azoren, die gleich mit zwei Orten punkten konnten.

von Dorothea Soszka, MARCO POLO Redaktion, 10.04.2024

Portugal: Die sieben Naturwunder

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Ein Land, sieben Naturwunder - im Jahr 2010 haben die Portugiesen an einer groß angelegten Abstimmung teilgenommen und die schönsten Flecken des eigenen Landes gekürt. Bekannt gegeben wurden die Sieger auf den Azoren, die gleich mit zwei Orten punkten konnten.

von Dorothea Soszka, MARCO POLO Redaktion, 10.04.2024

Warum auf die ganze Welt blicken, wenn es doch im eigenen Land genügend schöne Orte gibt? Das dachte sich Portugal vor einigen Jahren und startete die Initiative "New 7 Wonders Portugal". Eine Fachjury wählte zunächst die 21 Finalisten aus, die in sieben Kategorien eingeteilt wurden. Dann durfte die Öffentlichkeit entscheiden, und pro Kategorie für ein Naturwunder stimmen. Auf der Azoreninsel São Miguel wurden die Sieger bekannt gegeben, von denen jeder für sich eine Reise wert ist.

Naturwunder der Inseln: Gewässer, Wälder und "Great Relieves"

Die portugiesische Inselgruppe im Atlantik beheimatet gleich zwei Naturwunder: Das schönste Gewässer ist der Kratersee Lagoa das Sete Cidades auf der Azoreninsel São Miguel. Der "See der sieben Städte" besteht eigentlich aus zwei Seen, die durch eine kleine Passage miteinander verbunden sind und von einer Brücke durchkreuzt wird. Der See ist die größte Trinkwasserquelle der Azoren. Sieger der Kategorie "Great Relieves" ist die Vulkanlandschaft der Insel Pico. Eine andere, Nicht-Azoreninsel hat ein weiteres Naturwunder in petto: den Floresta Laurisilva auf Madeira. Der Lorbeerwald ist einer der letzten Überreste des Lorbeerwaldbestandes, der einst im Mittelmeerraum weit verbreitet war. Damit ist dieser Wald einer der letzten Lebensräume für viele seltene Pflanzen- und Tierarten; er gehört auch zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Sieger auf dem Festland: Strände, Seeküsten, Höhlen und Naturschutzgebiete

Traumstrände und -küsten liegen wiederum nicht auf den Inseln, sondern auf dem Festland: Gleich in der Nähe von Lissabon liegt die malerische kleine Bucht mit Sandstrand und Felsküste Portinho da Arrabida. Wer sich einen Strandurlaub wie aus dem Katalog wünscht, ist hier richtig. Die Lagunenlandschaft Ria Formosa an der Algarve, bestehend aus Sanddünen und langgestreckten Inseln gewann wiederum die Wahl der Seeküsten. Unter den Höhlen und Grotten wurde die Grutas da Mira d'Aire nahe dem bekannten Wallfahrtsort Fátima zum Naturwunder auserkoren. Als siebtes Naturwunder wurde noch das Naturschutzgebiet Peneda-Gteres Nationalpark in Nordportugal gewählt.