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Marzellus' Garten: Humorvolles Geheimnis im Grünen

Es gibt Geheimnisse, die eigentlich viel zu schön sind, um preisgegeben zu werden, weil sie dann irgendwann keine Geheimnisse mehr sind. Marzellus' Garten ist genau das: Ein wilder, gleichzeitig aufwändig gepflegter Privatgarten, durch den zahlreiche Wege führen – über selbstgezimmerte Brücken, vorbei an Buddhastatuen und deren Karikaturen sowie versteckten Sitzgrüppchen. Wer sich selbst vom Charme dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks überzeugen möchte, muss nach Weißenhorn im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm reisen.

MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 06.02.2024

Marzellus' Garten: Humorvolles Geheimnis im Grünen

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Es gibt Geheimnisse, die eigentlich viel zu schön sind, um preisgegeben zu werden, weil sie dann irgendwann keine Geheimnisse mehr sind. Marzellus' Garten ist genau das: Ein wilder, gleichzeitig aufwändig gepflegter Privatgarten, durch den zahlreiche Wege führen – über selbstgezimmerte Brücken, vorbei an Buddhastatuen und deren Karikaturen sowie versteckten Sitzgrüppchen. Wer sich selbst vom Charme dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks überzeugen möchte, muss nach Weißenhorn im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm reisen.

MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 06.02.2024

Gleich zu Beginn des Gartens wird man mit einer schweren Entscheidung konfrontiert: Ein Schild mit vier Pfeilen klärt einen über die Optionen auf, die da lauten erstbester Weg, zweitbester Weg, allerbester Weg oder Nirvana. Das kann symptomatisch stehen für den restlichen Garten: Ein jeder Weg hat seinen eigenen Charme. Und ein jeder wird von einer großen Portion Humor begleitet, die mal in den Worten von Tucholsky über die Habgier des menschlichen Daseins den Kopf schüttelt, mal in fernöstlichen Weisheiten zu entschleunigen versucht und mal als sinnentleertes Gedicht von Christian Morgenstern den Besucher zum Schmunzeln bringt. Highlight sind neben dem anregenden Lesestoff auch die zahlreichen Sitzgrüppchen, die an lauschigen Plätzen zu finden sind.

Marzellus Hampp, der Besitzer, Heger und Pfleger dieses Gartens, hat sich hier einen Lebenstraum erfüllt, der zunächst gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht war. Heute kann jeder gegen eine Spende durch sein Werk lustwandeln. Über 16.000 Quadratmeter erstreckt sich der Garten bereits. Ein Ende der stetigen Vergrößerung ist nicht in Sicht. Gegen eine weitere Spende darf sich der Besucher am großen Kühlschrank bedienen, der beileibe nicht nur Saft und Wasser enthält. An Feiertagen und an Wochenenden wird man von Lee aus Vietnam bekocht – Pekingsuppe, Forellen aus dem Gartenteich oder auch mal Currywurst – und kann sich ganz wie zu Hause fühlen.

Weitere Infos findest du hier.