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Fliegen mit Baby oder Kleinkind: Vor dem Flug

Gerade beim Buchen kannst du viele Weichen stellen, die darüber entscheiden, wie angenehm Ihr Flugerlebnis wird. Ob Flugzeiten, Beförderungsklasse, Langstreckenflüge oder Kindertarife — wir haben alles Wichtige für dich zusammengestellt.

von Solveig Michelsen, MARCO POLO Redaktion, 21.12.2023

Fliegen mit Baby oder Kleinkind: Vor dem Flug

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Gerade beim Buchen kannst du viele Weichen stellen, die darüber entscheiden, wie angenehm Ihr Flugerlebnis wird. Ob Flugzeiten, Beförderungsklasse, Langstreckenflüge oder Kindertarife — wir haben alles Wichtige für dich zusammengestellt.

von Solveig Michelsen, MARCO POLO Redaktion, 21.12.2023

Flugzeiten

Achte schon bei der Buchung auf ideale Flugzeiten und passe die Abfahrt bzw. die Ankunft an den Rhythmus deines Kindes an. Sprich, das Kind sollte in der Früh ausschlafen können, bevor es die Reise zum Flughafen antreten muss. Das sorgt in der Regel für wesentlich bessere Laune, als wenn du es vorzeitig wecken musst.

Ob du die Reise besser tagsüber oder nachts hinter dich bringst, hängt stark von der Flugdauer und dem Schlafvermögen deines Kindes ab: Babys bis etwa 10-12 Monate können oft noch überall schlafen, solange sie den Körperkontakt zu den Eltern nicht verlieren. Hier kann es ein geschickter Schachzug sein, eine längere Flugreise abends zu beginnen. Aber vergiss dabei nicht, dass auch du zu etwas Schlaf kommen musst!
Tut sich dein Kind hingegen schwer, in ungewohnter Umgebung in den Schlaf zu finden, streb lieber eine Tagesreise an.

Beförderungs-Klasse

Die komfortabelste Lösung ist natürlich — wen wundert's — Business oder gar First Class zu fliegen. Hier können die Sitze vollständig zur flachen Liege umgeklappt werden und das Baby auf dem Bauch von Papa oder Mama gemütlich schlafen. Sogar auf der Mittelkonsole ist oft noch Platz dafür.

Freilich kann und will sich das nicht jeder leisten. Hier gilt es, nach besonderen Angeboten Ausschau zu halten. Zum Beispiel bieten manche Airlines (v.a. im asiatischen Raum) Zwischenabstufungen zwischen Economy und Business mit unterschiedlichen, nicht standardisierten Namen wie „Economy Deluxe“, „First Economy Class“ oder „Premium Economy“. Hier kann man meist den Sitz um weitere 15 Grad nach hinten stellen und genießt größere Beinfreiheit, was besonders wichtig werden kann, wenn man ein quirliges 1 1/2-Jähriges auf dem Schoß sitzen hat …
Ebenso besteht bei Flügen mit Zwischenstopp oft die Möglichkeit, eine Teilstrecke Economy, die andere in der Business Class zu fliegen (z.B. Vietnam Airlines).

Langstreckenflüge

Die beste Strategie: So kurz wie möglich halten. Wenn möglich also einen Direktflug buchen. Oder, falls das nicht klappt, den Stopover gleich so ausdehnen, dass er als Erholungsphase genutzt werden kann. Etwa eine Hotelnacht am Flughafen einplanen oder — bei mehr Zeit — einen kurzen Stadtaufenthalt, bevor es weitergeht.

Andere Mittel, die Reise möglichst kurz zu halten: Nutze den Vorabend-Check-in! Und verzichte aufs Pre-Boarding, das vielen Familien angeboten wird: Die Kinder sitzen nur umso länger im Flugzeug. Lieber noch ausgiebig bewegen und dann als Letzte an Bord. Und wenn du Glück hast, drückt dir die Stewardess sogar ein Spiel- oder Malset in die Hand.

Kindertarife

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Hat das Kind seinen zweiten Geburtstag schon gefeiert oder wird es im Laufe der Reise zwei Jahre alt, muss es einen eigenen Sitzplatz buchen. Die meisten Fluggesellschaften bieten hierfür einen Kindertarif an, der sich in der Regel zwischen 70 und 90% des Erwachsenenpreises bewegt, also schon kräftig zu Buche schlägt. Kinder unter zwei Jahren zahlen meistens zehn Prozent des Erwachsenentarifs, wobei zusätzlich noch Nebenkosten anfallen können wie Steuern, Kerosinzuschläge und Flughafengebühren. Dafür entfällt aber auch der eigene Sitzplatzanspruch, sprich es muss bei Mama oder Papa auf dem Schoß sitzen. Möchte man sein Baby in der eigenen Auto-Schale transportieren (Achtung: diese müssen das TÜV-Siegel „for use in aircraft“ tragen), wird man in der Regel den Kindertarif der Fluggesellschaft zahlen müssen.