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Wohin geht die Reise? Die großen Tourismus-Trends ab 2024
Die Corona-Pandemie hat alles durcheinandergewirbelt und auf den Kopf gestellt. Auch unsere Reisegewohnheiten und -Vorlieben. Was vorher out war, ist jetzt in. Wie genau also sehen die Reisetrends im Jahr 2024 aus, wo Corona zwar immer noch nachhallt, die Menschen aber wieder die Freiheit des Reisens genießen dürfen?
MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 28.02.2024
Wohin geht die Reise? Die großen Tourismus-Trends ab 2024
© Halfpoint, iStock
Die Corona-Pandemie hat alles durcheinandergewirbelt und auf den Kopf gestellt. Auch unsere Reisegewohnheiten und -Vorlieben. Was vorher out war, ist jetzt in. Wie genau also sehen die Reisetrends im Jahr 2024 aus, wo Corona zwar immer noch nachhallt, die Menschen aber wieder die Freiheit des Reisens genießen dürfen?
MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 28.02.2024
Trend 1: Nachhaltiges Reisen
Social Distancing hat uns fast dazu gezwungen: Die Vermeidung von Menschenansammlungen führte zwangsläufig weg von den Städten, hin zur Natur. Nun ist es zwar vorbei mit dem Abstandhalten, doch lange Zeit sah es so aus, als wäre ein Bewusstsein für Umweltschutz und einen respektvollen Umgang mit Fauna und Flora geblieben. Längst aber fliegen, reisen und buchen die Menschen wieder so wie vor der Pandemie – vielleicht, um die Entbehrlichkeit der letzten Jahre nachzuholen. Auch du kannst einen positiven Einfluss auf aktuelle Reisetrends haben, indem du dein Bestes gibst, um nachhaltig unterwegs zu sein. Dafür haben wir ein paar Tipps zusammengestellt:
Trend 2: Authentischer Tourismus
Pauschalreise in den Touristenbunker mit organisierten Ausflügen in die Region? Nein, danke. Viele Urlauber wünschen sich echte Begegnungen, keine inszenierten Pseudo-Events. Dafür sind sie auch bereit, Abstriche in Sachen Luxus zu machen. Denn was ist eine echte Couchsurfing-Freundschaft gegen die aalglatte Freundlichkeit der Hotelangestellten? Ungeplante Geheimtipps einer Einheimischen gegen das Anstehen am ewig gleichen Instagram-Spot? FOMO (Fear of Missing Out) weicht einer zunehmenden Selektion. Eine solche Beschränkung wird meist mit Authentizität belohnt. Das Ergebnis: Individuelle, aber organisierte Reisen mit Einblicken in die Kultur des Landes und Kontakt zur lokalen Bevölkerung. Erlebnisse, die länger im Gedächtnis bleiben als jeder Pauschalurlaub. Ein weiterer Tipp: Reise doch einfach mal in der Nebensaison. Du sparst Zeit und Geld und bekommst dein Reiseziel aus einer viel authentischeren Perspektive zu sehen. Ein netter Nebeneffekt: Oftmals sind auch die Temperaturen angenehmer.
Trend 3: Zurück zur Natur
Wer einmal die wohltuende Wirkung der Natur erlebt hat, bei einem Waldbad, in einem Sternenpark oder auf einer ausgiebigen Wanderung, will mehr davon. Natur macht süchtig, weil sie uns zu uns selbst zurückführen, das Gemüt beruhigen und unliebsamen Gedanken ihr Gewicht nehmen kann. Gerade das macht sie so schützenswert. Ein spannender Reisetrend 2024 ist die Kombination von Natur und Aufenthalten abseits der Wege. Du kannst ein weniger bekanntes und erschlossenes Reiseziel wählen oder dich in der Größe eines Landes verlieren. Gib deinem Abenteuer- und Erholungswunsch gleichermaßen eine Chance und begib dich an Orte, wo es nur wenige Menschen hinzieht.
Trend 4: Nomadentum
Der "New Nomad“ ist ein Produkt der Pandemie und hat mit Social Distancing und Natursehnsucht zu tun. Schließlich gab es zu Corona-Zeiten kaum geeignetere Übernachtungsmöglichkeiten als im eigenen Camperbus oder Wohnmobil. Der Wunsch, in den eigenen vier Wänden unterwegs zu sein, ist weiterhin groß genug, dass die Tourismusbranche darauf reagieren muss und hoffentlich in der Zukunft mit ein paar kreativen und originellen Lösungen aufwartet.
Trend 5: Wellness und Gesundheit
Nicht Neues, aber jetzt erst recht, heißt es im Bereich Wellness und Gesundheit. Wer das Glück hatte, während der Lockdowns eine Entschleunigung zu erleben, möchte das nicht mehr eintauschen gegen Terminstress & Co. Nicht nur im alpinen Wellnesshotel, sondern auch auf längeren kurähnlichen Retreats. In der Ruhe liegt die Kraft, im Wellnessbereich die Zukunft des Tourismus: 18% aller Reisen weltweit sind laut Global Wellness Institute im Jahr 2022 auf diesen Sektor entfallen, Tendenz jährlich steigend. Für die eigene Gesundheit wird immer mehr Geld ausgegeben. Der Covid-19-Virus hat das nur noch beschleunigt.
Trend 6: soziales Engagement
"Weniger ist mehr“ auf die Spitze gebracht plus "hautnah dran und live dabei“ – mit sozialem Engagement lernt man ein Land und seine Leute von innen kennen. Das gute Gefühl stellt sich dabei nicht nur bei Menschen mit Helfersyndrom ein, denn Workcamps oder Farmstays sind eindrückliche Erlebnisse, die nicht nur lange in Erinnerung bleiben, sondern ein ganzes Weltbild prägen können. Während diese Art zu reisen bislang vor allem von jungen Menschen kurz nach dem Schulabschluss genutzt wurde, schleicht sich langsam auch bei den Älteren die Erkenntnis ein: Für Phasen einer Neuorientierung oder Selbstfindung bietet soziales Engagement die besten Chancen.