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Deutschland: Diese Bundesländer haben die meisten Feiertage
Seit dem 31. Oktober 2018 ist der Reformationstag in vier neuen Bundesländern gesetzlicher Feiertag. Stellt sich die Frage: Welche Bundesländer haben eigentlich die meisten Feiertage? Und welchen Deutschen werden die wenigsten Feiertage gegönnt?
von Hannah Sommer, MARCO POLO Redaktion, 15.12.2023
Deutschland: Diese Bundesländer haben die meisten Feiertage
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Seit dem 31. Oktober 2018 ist der Reformationstag in vier neuen Bundesländern gesetzlicher Feiertag. Stellt sich die Frage: Welche Bundesländer haben eigentlich die meisten Feiertage? Und welchen Deutschen werden die wenigsten Feiertage gegönnt?
von Hannah Sommer, MARCO POLO Redaktion, 15.12.2023
Kinder haben Schulferien, bei Erwachsenen begnügt sich der Gesetzgeber mit Feiertagen. Leider sind die freien Tage dünn gesät und immer wieder geht mal einer verloren – siehe Buß- und Bettag. In diesem Jahr spendieren aber gleich vier norddeutsche Landesregierungen ihren Bürgern einen neuen gesetzlichen Feiertag. Der Reformationstag am 31. Oktober wird in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen eingeführt. Landläufig gelten die Bayern als die Deutschen mit den meisten Feiertagen. Aber stimmt das überhaupt?
Ein Vorurteil über gesetzliche Feiertage stimmt schon mal: Sie sind in Deutschland ziemlich ungerecht verteilt. Das Thema liegt nämlich in der Hand der Bundesländer. Sie entscheiden, an welchen Tagen und zu welchen Anlässen Arbeitnehmer und Schüler zuhause bleiben dürfen. Der überwiegend katholisch geprägte Süden ist da oft freigiebiger als der protestantische Norden.
Nur ein Termin wird vom Bund bestimmt: der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Er und acht weitere Feiertage gelten im gesamten Bundesgebiet. Dazu gehören Weihnachten, Karfreitag, Himmelfahrt, Pfingstmontag, Neujahr sowie der 1. Mai (Tag der Arbeit).
Bayern hat die meisten Feiertage
Bayern ist tatsächlich bundesweit der Spitzenreiter bei den gesetzlichen Feiertagen – allerdings mit Einschränkungen. Arbeitnehmer kommen hier auf bis zu fünf zusätzliche freie Tage, insgesamt also auf 14 gesetzliche Feiertage. Aber nur drei Termine gelten landesweit: Heilige Drei Könige (6. Januar), Fronleichnam, Allerheiligen (1. November). Über einen freien Tag an Mariä Himmelfahrt (15. August) freuen sich in Bayern die Bewohner überwiegend katholischer Gemeinden (1.704 von 2.056 Gemeinden). Das Augsburger Hohe Friedensfest (8. August) ist nur im Stadtgebiet Augsburg ein gesetzlicher Feiertag. Wer Pech hat, bekommt als Bayer also womöglich gerade einmal zwölf gesetzliche Feiertage pro Jahr.
Jeweils zwölf gesetzliche Feiertage gelten in Baden-Württemberg (bundesweite Feiertage plus Fronleichnam, Allerheiligen, Heilige Drei Könige), das Saarland (Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen) und nun auch Sachsen (Reformationstag, Buß- und Bettag, Fronleichnam in katholisch geprägten Gemeinden). Brandenburg hat ebenfalls zwölf gesetzliche Feiertage, einer davon ist allerdings der Ostersonntag. Alle übrigen Bundesländer führen Ostersonntag nicht dezidiert als Feiertag.
Berlin – lange Zeit Schlusslicht
Zehn oder elf gesetzliche Feiertage sind in Deutschland die Norm. Auf diese Bilanz kommen dreizehn Bundesländer. Trauriges Schlusslicht war lange Zeit Berlin mit nur neun gesetzlichen Feiertagen. Seit 2019 ist der 8. März aber als internationaler Frauentag gesetzlicher Feiertag in der Hauptstadt und so gelten auch hier 10 freie Tage.