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Bhutan: Land des sanften Tourismus

Bhutan spielte im internationalen Reisegeschehen lange Zeit kaum eine Rolle. Die teure Anreise und der schwierige Zugang zum Land schreckten viele Besucher ab. Doch seit einigen Jahren öffnet sich das Königreich langsam und heißt ausländische Besucher willkommen. Dennoch verfolgt Bhutan eine spezielle Tourismuspolitik, die darauf abzielt, den Tourismus zu kontrollieren ihn nachhaltig zu fördern.

von Tobias Käsmaier, MARCO POLO Redaktion, 12.04.2024

Bhutan: Land des sanften Tourismus

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Bhutan spielte im internationalen Reisegeschehen lange Zeit kaum eine Rolle. Die teure Anreise und der schwierige Zugang zum Land schreckten viele Besucher ab. Doch seit einigen Jahren öffnet sich das Königreich langsam und heißt ausländische Besucher willkommen. Dennoch verfolgt Bhutan eine spezielle Tourismuspolitik, die darauf abzielt, den Tourismus zu kontrollieren ihn nachhaltig zu fördern.

von Tobias Käsmaier, MARCO POLO Redaktion, 12.04.2024

Das unabhängige Königreich Bhutan, inmitten des Himalayas, wurde lange kaum beachtet. Das Land bewahrt seine Traditionen und Kultur und öffnet sich nur zaghaft der Moderne und somit den Touristen. Der Führung Bhutans ist das nationale Glück des Volkes wichtiger als Wohlstand im westlichen Sinne. Doch wer das Land besucht, wird von den Einheimischen auf das herzlichste willkommen geheißen. Sanfter Tourismus und Umweltschutz wird in dem kleinen Land ganz groß geschrieben. Individualreisen nach Bhutan sind allerdings momentan nicht möglich. Der Reiseveranstalter Aviation & Tourism International in Alzenau hat verschiedene Reisen im Angebot, um das Land kennenzulernen. Auf dem Programm stehen Kurztrips mit dem Besuch der Hauptstadt Thimphu oder Fahrten zum 3.000 Meter hoch gelegenen Dochula Pass. Es gibt Rundreisen durch das Königreich und Trekkingtouren mit Pferden oder Yaks auf abgelegenen Gebirgspfaden. Wer Bhutan besuchen will kann die Reise ideal mit einem Aufenthalt in Indien, Nepal, Tibet oder in Bangkok kombinieren.

Königreich des Donnerdrachen

Das "Königreich des Donnerdrachen", so die Übersetzung des Namens Bhutan, wird umgeben von Indien, Tibet, China und Bangladesch. Im Westen des Landes liegt die Hauptstadt Thimphu auf 2.320 Metern Höhe. Trotz der knapp 140.000 Einwohner gilt die Stadt als die einzige Hauptstadt der Welt ohne eine einzige Ampel. Sehenswert sind der Wochenmarkt, die Papierherstellung von Hand und die Klosterfestung Trashi Chhoe Dzong, die auch den Regierungssitz darstellt.

Adlernest

Im östlichsten Distrikt Bhutans, Trashigang, liegt die Festung Trashigang Dzong, die 1659 zum Schutz vor angreifenden Tibetern errichtet wurde. Wegen der hohen Lage nannten die Eindringlinge die Anlage auch Festung im Himmel. Die Regionen im Osten Bhutans waren lange für ausländische Besucher nicht zugänglich, seit kurzem können Reisende aber die geschäftige Region, in der viel traditionelle Handwerkskunst ausgeübt wird, besuchen.