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Kanaren

Fuerteventura — Sonnige Zeiten (3/4)

Fuerteventura - Sonnige Zeiten

Am Hafen der Hauptstadt Puerto del Rosario dagegen, 35.000 Einwohner groß, herrscht gerade Hochbetrieb. Doch nicht den Fährschiffen gilt die Aufmerksamkeit oder der schneeweißen Aida Blue, die draußen vor Anker liegt, sondern einer Handvoll Bildhauer, die sich auf der großen Freifläche am Kai bemühen, der einst als hässlich geltenden Inselmetropole mehr Gesicht zu verschaffen.

Seit 2001 findet alljährlich im Herbst ein großes Symposium statt, bei dem Einheimische wie Urlauber den Künstlern aus aller Welt während der Arbeit zuschauen können – deren überdimensionale Muscheln und Figuren, Bronzeplastiken und Aluminiuminstallationen zieren seither als Skulpturenpark die Meerespromenade und die wichtigen Plätze der Stadt. Von Jahr zu Jahr werden es mehr, gut 100 Werke sind schon zu besichtigen. Puerto del Rosario hat außerdem ein paar schöne Ausstellungen, gute Restaurants und Bars – Reisende, die authentisches kanarisches Stadtleben mögen, sollten der entspannten Inselmetropole einfach mal die Ehre erweisen.

Fuerteventura - Sonnige Zeiten
FUERTES SCHÖNE SEITEN: Bougainvillea

Eine ganz eigene, meist junge Klientel liebt dagegen die raue Nordwestküste. Der kleine Ort El Cotillo zum Beispiel ist so etwas wie ein Dorado für Backpacker, mit Yoga- und Surfschule, hohen Brechern für Wellenreiter und Bars mit Blick auf den Sonnenuntergang, wie er schöner im Hippieort Valle Gran Rey auf La Gomera kaum sein kann. „Fuerteventura ist eine Oase in der Wüste der Zivilisation“, hat der baskische Dichter Miguel de Unamuno einmal gesagt. Zivilisationsmüde Reisende kommen hier an der Westküste tatsächlich auf ihre Kosten, mehr noch als in anderen Regionen der Insel.

Keine großen Hotels, kaum Infrastruktur. Wer weiter südwärts wandert, findet einsame kleine Buchten, schwarzes Lavagestein trifft auf sattgelben Sand und türkisgrüne Wellen – zum Baden ist die See allerdings meist zu rau, sind Unterströmungen allzu gefährlich. Ganz im Südwesten läuft Fuerte dann in die zipfelige Halbinsel Jandia aus, die weitgehend nur per Geländewagen befahrbar ist und wo mit der Villa Winter ein Mysterium steht – das einsame Anwesen soll Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg als Stützpunkt gedient haben und kann heute besichtigt werden.


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