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Mehr Durchblick im Tarif-Dschungel (2/3)

Mietwagen - Mehr Durchblick im Tarif-Dschungel

Und wieder ist nun, mehr als halbes Jahr später, zunächst mit einer Normalisierung auf niedrigerem Preisniveau zu rechnen. Sicher ist das allerdings mitnichten – denn keiner weiß, was als nächstes geschieht. Und auch eine Reihe indirekter Einflüsse gibt es. Sollte sich etwa der derzeit kränkelnde britische Reisemarkt erholen, werden wieder mehr Engländer als in diesem Jahr Mallorca ansteuern, traditionell ein starkes Zielgebiet bei den Briten. Prompt würde die Leihwagen-Nachfrage ansteigen – und mit ihr gingen die Preise hoch. Deshalb der Experten-Rat für 2013: lieber mit deutlich Vorlauf buchen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Das gilt keineswegs nur für Spanien, sondern für alle Reiseziele rund um den Globus. Vor allem wer auf den Leihwagen angewiesen ist, sollte niemals auf gut Glück versuchen, noch vor Ort ein geeignetes Fahrzeug zu bekommen. Und obwohl lokale Verleiher meist günstiger sind als international operierende Mietwagenkonzerne wie Europcar, Avis, Sixt, Budget, Hertz, Alamo und einige mehr, geht der Trend doch hin zu den großen Namen. Denn genau mit dem stehen sie für die technische Zuverlässigkeit ihrer Flotte, für Service und Notfallhilfe in ganz anderer Weise ein, als das ein kleiner örtlicher Anbieter leisten kann.

Allerdings: In unserem Preis-Check, den Sie detailliert am Ende des Textes finden, sind sie fast durchweg teurer als so genannte Car-Broker wie etwa Sunnycars, Holidayautos, Car del Mar, drive FTI, Tuicars, Dertour-Ferienautos und etliche weitere. Hinter dem Begriff verbergen sich Anbieter ohne eigene Flotte, die sowohl bei den Mietwagenkonzernen wie bei verlässlichen lokalen Partnern große Kontingente an Leihwagen vor allem in Feriengebieten unter Vertrag nehmen und in eigenem Namen oft deutlich unter Listenpreis weitervermakeln. Fast immer schnüren sie die reine Wagenbuchung und unterschiedlich umfangreiche Versicherungsleistungen zu einem Paket. Je nach Umfang können bereits die Gebühren für Zusatzfahrer und sogar die sonst mehrere hundert Euro teure Selbstbeteiligung im Schadensfall inklusive sein, während am Schalter der Anbieter dafür normalerweise tageweise hohe Zuschläge fällig sind. Deshalb unser Tipp: immer zuerst beim Car-Broker schauen – jedoch bei der Buchung nicht allein vom Preis, sondern auch vom Umfang des eingeschlossenen Leistungspakets leiten lassen und dabei ganz genau auf die Tankregelung und etwaige Gebühren achten, die erst vor Ort fällig werden.

Apropos Tankfüllung: Verleiher praktizieren die unterschiedlichsten Tankregelungen – und verkaufen neuerdings am Schalter besonders gerne die erste Tankfüllung mit. Der Preis pro Liter liegt dabei oft deutlich über den örtlichen Tankstellenpreisen, und obendrein gelingt es niemandem, den Wagen vollständig leer zurückzugeben. Ein paar Liter bleiben immer drin. Für den Vermieter bedeutet das doppelten Reibach, für Urlauber unnötige Kosten. Das geht so weit, dass selbst über Car-Broker vermittelte Verleiher für die Tankfüllung eines Fiat Pandas oder eines ebenfalls sehr kleinen Hyundai I10 mehr als stolze 74 Euro plus Mehrwertsteuer plus eine Servicegebühr von 27 Euro verlangen. Derartige Abzocke hebt einen günstigen Grundpreis schnell wieder auf.

Hat man die Wahl, ist es stets die günstigste Variante, sich von vornherein dafür zu entscheiden, den Wagen vollgetankt zurückzugeben. Dann ist für die Tankfüllung nur eine Pro-Forma-Kaution fällig, die bei vereinbarungsgemäßer Rückgabe des Wagens erstattet wird. Aber Achtung: Ist der Tank nicht wirklich voll, werden – je nach Anbieter – nicht nur die Kosten des fehlenden Sprits, sondern auch realistisch zehn bis 15 Euro Service-Gebühr fürs Betanken fällig. Manche nehmen sogar bis zu 27 Euro dafür.


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