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Mehr Durchblick im Tarif-Dschungel (1/3)

Mietwagen - Mehr Durchblick im Tarif-Dschungel

Wie kriege ich das günstigste Leihauto im Urlaub? Welcher Anbieter ist der beste? Warum sind Markt und Preise so unübersichtlich? travel magazine-Autor Helge Sobik erklärt, wie die Mietwagenbuchung nicht zum teuren Vergnügen wird.

Sie hatten alle lange im Voraus gewarnt, alle zur frühzeitigen Buchung gemahnt: Im Sommer, da würden die Ferien-Leihwagen auf den Mittelmeer-Inseln knapp werden, hieß es von Seiten der Verleiher, die gern höhere Preise durchsetzen würden. Und was wie ein Marketingtrick aussah, war doch die Wahrheit. Wer ohne Auto-Reservierung auf Mallorca ankam, hatte Schwierigkeiten, noch einen Wagen zu bekommen – erst recht zu einem vernünftigen Preis. Das ist anderthalb Jahre her, und vor sechs Monaten sah es kaum besser aus. Inzwischen hat sich die Lage entspannt. Doch wie es nächsten Sommer sein wird, weiß noch keiner so genau.

Was macht den Mietwagen-Markt plötzlich so schwer durchschaubar, nachdem jahrelang alles fest gefügt und übersichtlich war? Welche Faktoren bestimmen eigentlich den Preis? Warum geht der so krass auseinander? Warum kann ich mal ein Auto auf Mallorca für 79 Euro pro Woche bekommen und dann wieder nur für 290 Euro? Warum ist ein Auto in Frankreich viel teurer als in Spanien? Und am wichtigsten: Wann soll ich eigentlich buchen? Und wo? Fest steht: Die Nachfrage nach Mietwagen in den Feriengebieten wächst seit Jahren kontinuierlich, weil immer mehr Urlauber individuell unterwegs sind, aus den vorgefertigten Pauschalreise-Paketen der Veranstalter ausbrechen und ihre Reise nun selber aus Bausteinen zusammenstellen. Und fest steht auch: Nach zwei seltsamen Sommern auf dem Mietwagen-Markt ist die Verunsicherung groß.

Alles begann mit einer gezielten Verknappung der Kapazitäten in Spanien - und in etwas geringerem Umfang auch anderswo. Verleiher haben ihre Flotten in der Wirtschaftskrise um alles in allem zehntausende Autos reduziert, um Fixkosten für Wartung, Instandhaltung, Stellplätze und nicht zuletzt Anschaffung zu reduzieren. Kaum dass die Kapazität schrumpfte, stiegen folgerichtig die Preise. Wer als Vermieter bisher in der Nebensaison zubuttern musste, kam plötzlich wieder auf auskömmliche Tagessätze. Wer als Urlauber rechtzeitig buchte, zahlte viel mehr als im Vorjahr - und wer spät buchen oder erst vor Ort nach einem Wagen suchen wollte, stand oft ganz und gar ohne verfügbares Auto da.

Last Minute-Preise gab es nicht, weil keine Last Minute-Fahrzeuge mehr da waren. Diese aus der Not geborene Flottenpolitik erwies sich als Glücksgriff für die Verleiher und bescherte ihnen vielerorts trotz Krise einen unerwartet goldenen Sommer – zum Nachteil preisbewusster Urlauber.

Das weckte Begehrlichkeiten und führte rasch dazu, dass die Auto-Armada wieder aufgestockt wurde. Schöner Nebeneffekt: Niedrigere Preise waren wieder greifbar – bis mit Auriga Crown plötzlich einer der größten Leihwagen-Anbieter Spaniens in die Pleite rutschte und auf einen Schlag nach Branchenschätzungen über 10.000 Fahrzeuge aus dem Markt waren. Die Folge: Nachfragedruck, Engpässe, ein Preissprung zurück nach oben - der Beginn eines neuen Mietwagen-Krimis. Inzwischen versucht das Unternehmen einen Neustart.


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