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Kärnten

Die große Seen-Sucht (2/3)

Kärnten: Die große Seen-Sucht


Wenn Kärnten Österreichs Italien ist, dann ist der Wörthersee seine Riviera. Nicht nur so sehr, weil er der größte aller Kärntner Seen ist, sondern weil das touristische Treiben hier den entscheidenden Schuss Weltläufigkeit, Glanz und Verheißung bereithält. Nachdem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die „Südbahn“-Eisenbahnstrecke von Wien nach Klagenfurt und Villach fertiggestellt war, entdeckten wohlhabende Hauptstädter, dass der mit charmanten Einbuchtungen und Inseln geschmückte und von viel Sonne verwöhnte See die ideale Sommerfrische war. Aristokraten und Künstler errichteten herrschaftliche Ferienvillen.

Schloss Velden

Beim Spaziergang durch Velden, Krumpendorf und Pörtschach kann man die prächtigen Anwesen bewundern:
Schloss Reifnitz und die Villa Wörth, Villa Venezia und das Lieleg-Schlössel und natürlich Schloss Velden, das dem bundesdeutschen TV-Publikum spätestens seit dem „Schloss am Wörthersee“ in den 80er Jahren vertraut ist.

Doch mondän ist der Wörthersee nicht nur in der Vergangenheit gewesen; auch heute ist er beliebt als Playground der Reichen und Schönen. Milliardärswitwen, Fernsehregisseure, Hitparaden-Abräumer und Fußballpensionäre ziehen durch die Beach-Clubs, Discos und Boutiquen rund um den See. Anders als ihr Name vermuten lassen würde, tobt auch in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt, die den Wörthersee im Osten abschließt, Highlife. Mediterranes Dolce Vita herrscht in den krummen Altstadtgassen rund um den Alten Platz und Riesenstimmung bei den zahllosen Events und Veranstaltungen, die die Stadt nicht nur im Sommer auf die Beine stellt. Wer vermisst schon Venedig, wenn bei der Langen Nacht der Museen tausende Kulturfreunde unterwegs sind und die ganze Stadt in eine bunte, lebendige Vernissagen-Atmosphäre tauchen — und das bis weit nach Mitternacht.

Benediktinerstift in Ossiach
Benediktinerstift in Ossiach

Der Ossiacher See im Norden von Villach ist das familiäre Gegenstück zum Amüsiergewässer Wörthersee. Ruhig und beschaulich geht es hier zu; das eindrucksvolle Benediktinerstift in Ossiach scheint den Takt vorzugeben. Günstige Windverhältnisse machen den drittgrößten Kärntner See zu einem idealen Revier für Segler und Surfer, doch auch auf das Fahrrad schwingt man sich gern und umrundet das freundliche Gewässer, an dessen stillen, smaragdgrünen Ufern sich das Röhricht wiegt. Auf dem 29 Kilometer langen Rundwanderweg geht es nur selten mal bergauf, dafür wartet bei Sattendorf versteckt im Wald ein echter Geheimtipp: die bis zu 30 Meter hohen Finsterbachfälle. Schön ist der Ossiacher See übrigens auch von oben, wie all jene wissen, die sich schon einmal mit dem Paraglider vom Gipfel der Gerlitze abgestoßen haben.

Bewegung steht auch rund um dem Faaker See hoch im Kurs, der wie ein runder Türkis im Grünen zwischen Villach und Velden liegt. Jede Menge Veranstaltungen werden hier organisiert – vom Triathlon bis zum „Faakerseelauf“, vom Bike-Treffen bis zur Cabrio-Sternfahrt. Wer es ruhiger angehen lassen will, kann sich aber auch einfach nur auf eine Wiese oder auf einen der Holzstege legen und die warme Oktobersonne genießen.



Seite 1: Klopeiner See und Weissensee Seite 3: Typisch Kärnten

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