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Couchsurfen auf Mallorca - geht das? (3/4)

Couchsurfen auf Mallorca


Im kühlen Schatten der Felsen am Strand von Cala Mayor verbringen Robert und ich die heißen Mittagsstunden, bevor wir die kleine Straße entlang der Küste nach Deia fahren, um den Sonnenuntergang zu sehen. Auf dem Rückweg halten wir am Restaurant „Na Burguesa“, das am Ende einer schmalen, kurvigen Straße liegt. Vom Parkplatz des kleinen Restaurants hat man einen tollen Ausblick über das beleuchtete Palma bei Nacht.

Und diese Stadt ist wahnsinnig schön, wie ich schon weiß. Denn mein Couchsurfing-Abenteuer auf Mallorca hatte bereits zwei Tage vorher begonnen. Ich war spät gelandet, und nachdem ich in der Schlange bei der Gepäckausgabe und in der Schlange für die Leihwagen zwei weitere Stunden verbracht hatte, saß ich in meinem kleinen, azurblauen Ford Fiesta und fuhr die Strecke vom Flughafen entlang der Küste in Palmas nächtlich beleuchtete Innenstadt – zu meinem Gastgeber für die erste Nacht.

Asier, Host Nummer 1
ASIER, Host Nummer 1, weiß nicht, ob er für immer auf der Insel bleiben möchte

An der angegebenen Adresse keine Klingel. Also ruf ich Asier, Host Nr. 1, an. Er ist 32, Journalist aus dem Baskenland und lebt seit acht Jahren auf Mallorca. „I see you!“ tönt es von der Dachterrasse, und Asier winkt mir zu, das Telefon noch am Ohr. Als wenige Sekunden später die Tür aufgeht, dröhnt afrikanische Musik nach draußen. Asier liebt laute Musik, und da er quasi keine Nachbarn hat, stört sich auch niemand daran.

Es ist bereits Mitternacht, und Asier erwartet seinen Freund Chema – ebenfalls Journalist –, der am nächsten Tag die Insel verlassen wird, um nach Madrid zu ziehen. Also wollen sie Abschied feiern und laden mich ein, mitzukommen. Und so tanzen wir bis in die Morgenstunden im kleinen „Cultura Club“ am Hafen zu elektronischer Musik und den Klängen einer Reggaeband. Die Sonne ist bereits aufgegangen, als wir bei Asier zu Hause ankommen, und es ist so warm, dass ich nicht wie geplant auf der Dachterrasse schlafe, sondern bloß wenige Stunden unruhigen Schlafs auf Asiers Couch verbringe.

Da Asier kein Auto hat, freut er sich, dass er mit mir zu seinem Lieblingsstrand „Es Caragol“ in der Nähe von Santanyi fahren kann. Der liegt am südlichsten Zipfel der Insel, und wir parken am Leuchtturm am Cap de Ses Salines, auf dessen Parkplatz ein Brite selbstgemachte Smoothies verkauft. Den Strand, den Asier liebevoll „Paradies“ nennt, erreicht man erst nach einer guten halben Stunde Fußweg, vorbei an unzähligen Steinmännchen, romantischen Buchten und schroffen kleinen Felsen, an denen sich die Wellen des Mittelmeers brechen.



Seite 1: Das Prinzip des Couchsurfens Seite 2: Guten Morgen, Huhn Seite 4: "It‘s a tiny tiny world."

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