Anzeige

Balearen

Couchsurfen auf Mallorca - geht das? (1 / 4)

Couchsurfen auf Mallorca

Aber klar doch: Das geht! Und ist ein ziemlich cooles Abenteuer. Beim Couchsurfing sucht man Menschen, die kostenlos einen Platz zum Schlafen anbieten – für eine Nacht, für ein paar Tage oder auch länger. Kein Wunder, dass man dabei auf die verrücktesten Typen trifft. Unsere Reportage über eine neue Art, die Lieblingsinsel der Deutschen zu erleben.

Wahrscheinlich wäre ich niemals hier gelandet, nicht einmal aus Zufall. Der kleine Parkplatz an der Küstenstraße zwischen Valldemossa und Deia ist von der Straße aus nicht zu sehen. Nur wenige Menschen haben ihre Autos dort geparkt, um den wunderschönen Meeresblick beim Sonnenuntergang zu genießen. In der Ferne ragt ein Felsen aus dem Wasser, in dessen Mitte ein riesiges Loch klafft. Sa Foradada, die Gelöcherte, heißt die Halbinsel, auf der er liegt. Robert macht Musik, Kinder spielen, ein Pärchen prostet sich mit kühlem Bier zu, und alle genießen den Augenblick.

Ein kleiner Junge, der neben uns sein Wassereis lutscht, starrt unverhohlen rüber, fasziniert von der Gitarre, auf der Robert spielt. Robert ist mein Host, mein Gastgeber am dritten Tag dieser Reise nach Mallorca. Dieses Couchsurfing-Abenteuers, bei dem ich kostenlos bei wildfremden Leuten übernachte, die ich zuvor über eine Internetseite kennengelernt habe. Robert kommt eigentlich aus Ungarn. Seit mehr als zehn Jahren lebt der 34-Jährige in Spanien, davon die letzten vier Jahre auf Mallorca. Einen festen Job hat und will er nicht, sein Gemüse pflanzt er teilweise selbst an, und wenn er Geld braucht, jobbt er mal hier, mal da. Und trotzdem bietet er gelegentlich umsonst ein Bett für Couchsurfer an.

Damals in Ungarn hatte Robert nach seinem Universitätsabschluss in Marketing noch einen Vollzeitjob. Doch dann zog es ihn nach Andalusien, wo er seine Leidenschaft für Flamenco entdeckte und blieb. Wir haben uns erst am Abend zuvor kennen gelernt. Alles, was ich über ihn weiß, weiß ich von seinem Couchsurfing-Profil im Internet. Und aus ein paar persönlichen Mails.

Das Prinzip des Couchsurfens ist einfach. Du bietest Reisenden ein Bett oder ein Zimmer in deiner Wohnung an, und wenn Du selbst unterwegs bist, schlummerst Du in den Kojen anderer Mitglieder. Das Beste dabei: Man landet fast immer mitten im Alltag der Einheimischen. Denn die Hosts haben meist Spaß daran, ihren Gästen besondere Plätze zu zeigen und Empfehlungen zu geben.



Seite 2: Guten Morgen, Huhn Seite 3: Ankunft und Abschied Seite 4: "It‘s a tiny tiny world."

App Abbildung

Das MARCO POLO travel magazine auf Ihrem Tablet:

  • Kostenlos und monatlich neu
  • Reportagen, Karten, Reisetipps, Bildstrecken und Videos
  • Für iPad, Android und Windows 8

Jetzt downloaden:

Mein Reiseplaner
Mein Reiseplaner
Der neue MARCO POLO
REISEPLANER

Unser Reiseplaner macht verreisen einfach. Lieblingsorte merken, Reise planen, Koffer packen und los geht's.

Mehr Infos zum Reiseplaner
Nach oben