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St. Anton am Arlberg

Skifahren auf höchstem Niveau (1/2)

St. Anton am Arlberg - Skifahren auf höchstem Niveau

Wiege des alpinen Skisports, spektakuläre Berghänge, Schnee ohne Ende, Gäste aus aller Welt: St. Anton am Arlberg ist die Top-Adresse in Österreich – und ruht sich doch nicht auf seinen Lorbeeren aus. Mit viel Schwung und Verstand plant der Tiroler Skiort die Zukunft.

Mitten in die Wiege des alpinen Skilaufs hat jemand ein aufregendes High-Tech Spielzeug gelegt. Zwischen den zartweißen Schneedecken von St. Anton am Arlberg sitzt die Talstation der neuen Galzig-Bergbahn wie ein gigantischer, futuristischer Tesaroller. Durch ihre transparente Außenhaut sieht man drei stahlblaue Riesenräder, jedes gewaltige neun Meter hoch, die die Gondeln von Seilbahn- auf Parterrehöhe herunterdrücken. Dort steigen Skifahrer bequem ebenerdig zu, statt Skier und Boards erst mühsam über Treppen nach oben schleppen zu müssen, wie sonst üblich. Die Galzigbahn bietet aber nicht nur modernste Technik, auch ihre Form hat etwas Futuristisches. Kunstvolle Beleuchtung verwandelt sie nachts in eine Erscheinung, die zwischen den geschnitzten Holzbalkonen und grün lackierten Fensterläden St. Antons sitzt wie ein geheimnisvoll schimmerndes Ufo.

Ein Ufo, das man gerne mal Hannes Schneider zeigen würde, wenn er noch am Leben wäre. Denn wenn St. Anton die Wiege des alpinen Skisports ist, dann war der 1890 geborene Schneider derjenige, der das Kind schaukelte. 1921 hatte der Tiroler in dem kleinen Dorf am Arlbergpass die erste Skischule Österreichs eröffnet. Als einer der ersten überhaupt unterrichtete er dort den neumodischen Stemmbogen – eine Technik, die Aufsehen erregte und schon bald Gäste aus aller Welt anlockte. Daran hat sich im Prinzip bis heute nichts geändert. Nach wie vor sind der Arlberg und seine Skischulen Synonym für alpinen Skilauf auf höchstem Niveau.

Dabei ist der Arlberg gar kein richtiger Berg, sondern ein 1700 Meter hoher Gebirgspass, der die österreichischen Bundesländer Tirol im Osten und Vorarlberg im Westen verbindet. In den weiten, baumlosen Höhen auf der Vorarlberger Seite des Passes liegen die Dörfer Lech und Zürs, zwei der mondänsten Winter-Adressen Europas; St. Anton auf der anderen Seite bildet den tirolerischen Gegenpart des Skigebiets, das mit seinen 280 Pistenkilometern eine der größten und bekanntesten Skidestinationen überhaupt ist. Das sich dabei jedoch – Wiege des Skisports hin oder her – nicht auf seinen historischen Lorbeeren ausruht.

St. Anton jedenfalls lebt seit ein paar Jahren anschaulich vor, wie das Skidorf der Zukunft aussehen könnte. Fortschrittliche Heimatliebe könnte man nennen, was hier so gut gelingt – obwohl auch ein bisschen Glück dabei war. Denn als vor über zehn Jahren die Gleise der Arlbergbahn samt Bahnhof aus dem Ort herausverlegt wurden, war der freiwerdende Platz ein Geschenk, das die Einheimischen äußerst geschickt zu nutzen wussten: Die Talstation der Rendlbahn, die die Südseite des St. Antoner Skigebiets erschließt, liegt heute nicht mehr abseits am Ortsrand, sondern wurde mitten ins Dorf versetzt und befindet sich heute gerade mal 150 Meter von der neuen Galzig-Talstation entfernt; auch die Abfahrten führen direkt ins Ortszentrum zurück, wo den Skifahrer statt hässlicher Parkplatz-Ödnis munteres menschliches Treiben erwartet.

Durch die Fußgängerzone schlendert nach Pistenschluss, die schweren Skischuhe noch an den Füßen, eine internationale Mischung aus gesetzten Spanierinnen in mintgrünen Overalls, die noch einen Termin beim Friseur haben, sonnenverbrannten  Amerikanern, die trotz Minustemperaturen T-Shirts zu ihren Snowboardhosen tragen und jungen deutschen Eltern, die in der Bar des stylischen Hotels „Anton“ heißen Birnenmost trinken, während ihr Baby im Buggy schläft – Lässigkeit ist angesagt.

Auch die Architektur des „Anton“ hat mit rustikaler Tradition nicht viel zu tun: In ihrer Kombination aus sachlichen Formen und traditioneller Schindelfassade ist sie ein typisches Beispiel für den modernen, klaren Alpin-Stil, der mit viel Holz, viel Glas und viel Naturstein zunehmend das Gesicht des Ortes prägt. Ein selbstbewusster Look, der perfekt mit der alten Tiroler Bausubstanz des Dorfes harmoniert, wie sie am schönsten übrigens in der 100 Jahre alten, aus Holz erbauten Trier-Villa mit Glockentürmchen und Fassadenmalerei zu finden ist. Wo früher ein deutscher Fabrikant seine Ferien verbrachte, haben die St. Antoner heute ein Ski-Museum samt Restaurant eingerichtet.


St. Anton am Arlberg — Skifahren auf höchstem Niveau: Seite 2

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