Oberitalienische Seen5 Gründe für eine Reise zum Gardasee

5 Gründe für den Gardasee

Im Norden ist der Gardasee von den Alpen geprägt, ein spektakulär-schönes Reiseziel für Aktivurlauber. Richtung Süden wird es Stück für Stück mediterran. Und mit einmal ist sie da, die italienische Leichtigkeit – unter den Palmen, im Café am See, beim Bummel durch schattige Gässchen. Dieser See verbindet das Beste aus zwei Welten. Zeit, mal wieder hinzufahren

Sirmione
Sirmione und Gardone Riviera bieten viel südliches Flair

1. Städtchen am Wasser

Eine gute Promenaden-Mischung
In den meisten Orten am Gardasee geht es gemütlich eng zu. Zum Beispiel in Malcesine an der Gardesana orientale, der Straße am Ostufer: Es liegt sehr charmant zwischen See und dem Monte Baldo eingeklemmt. Sein Charme lebt von der Bergkulisse, dem kleinen Hafen mit artig malerischer Häuserfront und den mittelalterlichen Gassen voller kleiner Läden und Galerien. Besonderes Kennzeichen: die alte Scaligerburg, das Castello Scaligero, das erhöht auf einem Felsvorsprung direkt am Ufer liegt. Drinnen gibt es ein kleines Goethemuseum, weil der Dichter hier 1786 Burgskizzen anfertigte, was ihn kurz dem Verdacht aussetzte, ein Spion zu sein – fast wäre er deshalb verhaftet worden. Draußen, vom fünfeckigen Turm aus, bietet sich Besuchern ein herrlicher Blick über die Dächer des Ortes und das Wasser.Tipp: Besonders schön nähert man sich Malcesine vom Wasser aus – mit dem Schiff. Malerische Orte wie Malcesine gibt es viele rund um den Gardasee: Sirmione etwa, das einzigartig auf einer schmalen Halbinsel im Süden des Sees liegt. Torri del Benaco und Garda im Osten oder das elegante Gardone Riviera an der westlichen Uferstraße Gardesana occidentale.

Pasubio
Die Berge rund um den Gardasee bieten aufregende Routen für Mountainbiker – hier die alte Militärstraße Pasubio

2. Der Sport und die Sonne

Treffpunkt der Surfer und Biker
Sie kommt meist gegen 12 Uhr mittags, bleibt bis zum Abend und ist der Liebling aller Gardasee-Surfer. Die Ora, ein kräftiger Südwind, hat Torbole am Nordufer des Gardasees zum international bekannten Treffpunkt für Surfer und Segler gemacht. Der nördliche Teil des Gardasees bietet aber nicht nur Wassersportlern fast unbegrenzte Möglichkeiten: Arco, unweit von Torbole gelegen, ist das Kletterzentrum, für Mountainbiker und Wanderer gibt es viele ausgewiesene Strecken. Man kann auch Gleitschirm fliegen, Kanu fahren, sich beim Canyoning in Schluchten abseilen. Ein Stück weiter Richtung Süden sind die Kitesurfer am Start: Sie dürfen im Norden wegen der vielen Surfer und Segler nicht über den See pfeifen, kurz hinter Brenzone beginnt ihr Revier. Für den nördlichen Teil des Gardasees, der zum Trentino gehört, gibt es einen eigenen Internetauftritt. Unter www.gardatrentino.it findet man eine deutschsprachige Seite und unter anderem eine Broschüre für Aktivurlauber mit vielen Tipps und Adressen – zum Bestellen und Herunterladen.

Monte Baldo
Ein herrlicher Alpengarten: Malcesine wird von Olivenhainen gerahmt. Unweit, am Monte Baldo, ist die Pflanzenwelt besonders vielfältig – einige Arten kommen sogar nur dort vor.

3. Der Blütenzauber

Eine wilde Mischung
Schon ab März wird's am Gardasee überall grün und bunt, die Vegetation an seinen Ufern ist sehr abwechslungsreich:  Im Süden der Region gedeihen Agaven, Zypressen, Palmen, Oleander und Opuntien. Die Ostküste wird Riviera degli Olivi genannt, denn an den Ausläufern des Monte-Baldo-Massivs liegen viele Olivenhaine. Und nicht nur das: Der Berg ist ein einzigartiger Alpengarten. Viele Pflanzen, die auf seinem Kalkrücken gedeihen, sind endemisch, wilde Pfingstrosen und Baldo- Anemonen etwa kommen nur dort vor. Von Malcesine aus führt eine Seilbahn direkt auf den Baldo – oben hat man eine spektakulär schöne Aussicht.
Tipp: Einen Weltgarten hat der Naturwissenschaftler Arthur Hruska von 1910 bis 1971 in Gardone Riviera angelegt. Heute ist das kunstvolle Anwesen im Besitz von André Heller und kann besucht werden. www.hellergarden.com

Südliche Souvenirs
Die Städtchen am Gardasee locken mit kleinen Gassen und Boutiquen

4. Bummeln und Einkaufen

Südliche Souvenirs
Wenn bei uns noch Schnee liegt, gibt es am Gardasee die Frühlingsmode schon im Schlussverkauf: „Saldi!“ heißt das Zauberwort für alle, die auf der Suche nach schicker, bezahlbarer Mode aus Italien sind. Oft sind die Sachen um die Hälfte günstiger, weil die nächste Kollektion schon in den Läden ist. Kleine, edle Boutiquen gibt es in den meisten Orten und etwas außerhalb auch viele Outlets, die Designermode zu günstigen Preisen anbieten. Sie werden den Gardasee für seine Einkaufsmöglichkeiten lieben – auch wenn Sie Spezialitäten mit nach Hause nehmen möchten. Am Ostufer etwa wachsen Oliven, die in Ölmühlen rund um den See zu sehr feinen Ölen gepresst werden. Einige Betriebe kann man besichtigen. 10 bis 20 Euro kostet der Liter Olivenöl. Rund um den Gardasee wird auch guter Wein angebaut, den Sie in Enotheken oder direkt auf dem jeweiligen Gut probieren können. Unter www.gardasee.de gibt’s eine Menge Einkaufstipps samt Adressen.

Große Kunst
Großer Kunst-Ort: Das MART in Rovereto bietet aktuelle Kunst in einem spektakulären Museumsbau

5. Große Kunst

Die Weltklasse ist in Rovereto zu Hause
Ein paar Kilometer vom See entfernt liegt in nordöstlicher Richtung die Stadt Rovereto, die seit ein paar Jahren eine Weltklasse-Sehenswürdigkeit hat: ein außen wie innen spannendes Museum für Gegenwartskunst – das vom Schweizer Stararchitekten Mario Botta entworfene Museo di Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto (MART). Neben den Beständen (italienische Künstler, aber auch Pop Art von Warhol und Lichtenstein) erwarten Besucher interessante Wechselausstellungen, derzeit etwa "La Magnifica Ossessione" – über starke Leidenschaften. Auch der Bau selbst ist imposant: Um einen Innenhof mit riesiger Glaskuppel zieht sich ein Bau aus Vicenza-Stein. Weitere Infos unter www.mart.trento.it

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