Nah am Wasser10 Highlights in Stockholm

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Sehnsucht nach langen, hellen Sommertagen in einer schönen Stadt am Meer? Dann sind Sie jetzt in Stockholm genau richtig! Im „Mittsommar” wird es in Schwedens stolzer Hauptstadt kaum dunkel, und die Ostsee-Metropole zeigt sich von ihrer besten Seite. Wir haben die zehn attraktivsten Highlights für einen Besuch im Venedig des Nordens herausgesucht.

Mittsommar

Mittsommar

Mit Blumen, Tanz und Schnaps feiern die Stockholmer den längsten Tag des Jahres. Schwedens wichtigstes Fest steigt immer am Freitag (midsommarafton) und Samstag (midsommardagen) zwischen dem 19. und 26. Juni. Dann stellt man die mit Birkengrün geschmückte Mittsommerstange (majstång) auf und tanzt drum herum. Mit Volksmusik und viel Alkohol freut sich das ganze Land über den hellsten Tag des Jahres.

 

Gamla Stan

Gamla Stan

Das Herz des sich über 14 Inseln erstreckenden Stockholms ist seine pittoreske Altstadt Gamla Stan mit rund 3000 Einwohnern. Auf der Insel Stadsholmen stehen die ältesten Gebäude der ganzen Stadt. Kaufmannshäuser, Speicher, Adelspaläste und Kirchen wie die Storkyrkan entstanden hier nahe der mittelalterlichen Burg Tre Kronor, die sie vor Angreifern schützte. Die Burg brannte 1697 ab, heute steht dort das Königliche Schloss. Der starke deutsche Einfluss der Hanse im 13. und 14. Jahrhundert führte zur Gründung der deutschen Gemeinde mit einer eigenen Kirche (Tyska Kyrkan). Heute noch befinden sich über vielen Hauseingängen deutsche Inschriften, zum Beispiel am Stortorget im Zentrum Gamla Stans, an dem auch das Haus der Börse liegt. Westlich und östlich dieses Platzes verlaufen die quirligen Geschäftsstraßen Västerlånggatan und Österlånggatan. Die unzähligen kleinen Läden mit ihrem bunten Mix aus touristischen und kunstgewerblichen Produkten locken besonders im Sommer zahlreiche Besucher an. Viele der mittelalterlichen Keller beherbergen heute gemütliche Cafés und Restaurants. Über Brücken gelangt man nach Riddarholmen mit der Riddarholms kyrkan, der Grabkirche der schwedischen Könige, und nach Helgeandsholmen, wo der Reichstag seinen Sitz hat.

 

Schären

Schären

30  000 kleine Eilande drängen sich vor den Toren Stockholms, bis zu 150 Kilometer in Nord-Süd-Richtung östlich der Stadt. Es gibt bewohnte und unbewohnte, karge und grüne, mit Kiefernwäldern oder mit Blaubeerfeldern und Wildblumenwiesen bewachsene Inseln. Im Sommer wie im Winter ist das Inselreich ein sehr beliebtes Ausflugsziel und ein wahres Paradies für Wassersport- und Badefans. Zu den mehr als 10 000 ständigen Bewohnern kommen in der Hochsaison zahlreiche Urlauber, die ihre Ferien auf dem Segelboot, im Ferienhaus, in den Hotels, Pensionen oder Jugendherbergen der Schären verbringen. Viele Maler und Schriftsteller wie Anders Zorn, Albert Engström und August Strindberg ließen sich von der einzigartigen Natur der Schären und von ihren Bewohnern inspirieren. Reiche Stockholmer bauten sich prächtige Holzvillen auf den Inseln, die Stadt Stockholm kaufte Grundstücke und ließ einfache Unterkünfte darauf errichten, damit auch ärmere Familien in den Genuss der guten Luft und der sauberen Natur kommen konnten.
Weitere Infos: www.visitskargarden.se

Kungliga Slottet

Kungliga Slottet

Die besten Künstler und Handwerker Europas waren an der Gestaltung der 608 Räume des Königlichen Schlosses beteiligt, das als eins der größten der Welt gilt. Außer den königlichen Paraderäumen mit unzähligen kostbaren Kunstgegenständen, Möbeln und Tapeten ist die Galerie Karls XI. im Spätbarock ein besonderes Prunkstück. Sie ist dem Spiegelsaal in Versailles nachempfunden, hier finden die königlichen Bankette statt. Ebenfalls sehr sehenswert sind die Bernadottebibliothek mit 100 000 Bänden, der prächtige Reichssaal mit dem Silberthron der Königin Kristina von 1650 und das Schlafzimmer Gustavs III., der dort nach einem Attentat in der Stockholmer Oper 1792 starb. Das Schloss beherbergt außerdem die Schlosskirche im Rokokostil, in der im Sommer Konzerte stattfinden. Im Kellergewölbe liegt die Schatzkammer mit kostbaren Kronjuwelen und Königsinsignien. Heute wird das Schloss nicht mehr als Residenz, sondern nur als Amtssitz sowie für offizielle Empfänge und Staatsbesuche genutzt. Eine große Touristenattraktion ist die Wachablösung mit Musik und Parade im äußeren Königlichen Schlosshof.
Geöffnet: Mitte Sept.–Mitte Mai Di–So 12–16, Mitte Mai–Mitte Sept. tgl. 10–17 Uhr, Eintritt ab 100 SEK , Bus 2, 43, 55, 71, 76: Slottsbacken, Grüne und rote Linie: Gamla Stan, www.kungahuset.se

 

Vasa

Vasa

Ein besonderes Erlebnis ist das Vasa-Museum schon beim Eintreten: In einer riesigen Halle erhebt sich das imposante Kriegsschiff aus der Dunkelheit. Auf drei Galerien, die den Originalrumpf der Vasa umgeben, sind verschiedene Ausstellungen mit Exponaten zum Bau, zur Geschichte und zur Bergung des Schiffs sowie zum Leben an Bord zu sehen. Im 17. Jahrhundert war Schweden eine Großmacht im Ostseeraum. Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–48) gab König Gustav II. Adolf aus dem Herrschergeschlecht Wasa den Auftrag für den Bau eines stattlichen Kriegsschiffs, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Mit diesem gigantischen Projekt hoffte der König, die schwedischen Interessen gegen Polen wahren zu können, mit dem sich das Land seit 1600 im Krieg befand. Geplant war ein riesiges Schiff, das über 64 Kanonen haben sollte, mit 300 Soldaten und 145 Seeleuten segeln und Seegefechte mit Artillerie führen konnte. Darüber hinaus sollte die Vasa Macht demonstrieren und dem Feind ordentlich Furcht einflößen – die imposanten Löwenköpfe sowie rund 500 bunt bemalte antike Kaiser und Götter, Seejungfrauen und Krieger, Engel und Teufel aus Eichen-, Kiefern- und Lindenholz sollten dafür sorgen. Doch dazu kam es niemals: 1628 sank das 53 Meter hohe und 69 Meter lange königliche Kriegsschiff der Schweden wegen eines Konstruktionsfehlers bereits auf seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen. Erst 333 Jahre später, 1961, wurde das Schiff geborgen, sorgfältig restauriert und in einem eigenen Museum ausgestellt.

Geöffnet: Sept.–Mai Do–Di 10–17, Mi 10–20, Juni–Aug. tgl. 8.30–18 Uhr, Eintritt 110, Mi 17–20 Uhr 80 SEK, Galärvarvsvägen 14, Bus 44: Vasamuseet, S 7: Nordiska Museet/Vasamuseet, www.vasamuseet.se

 

Moderna Museet

Auf 5000 Quadratmetern präsentiert das Moderne Museum eine phantastische Sammlung schwedischer und internationaler Kunst, darunter bedeutende Werke von Robert Rauschenberg, Pablo Picasso, Henri Matisse, Nils von Dardel und Sigrid Hjertén. Das Gebäude entwarf der spanische Architekt Rafael Moneo zum Kulturhauptstadtjahr 1998.

Geöffnet: Di 10–20, Mi–So 10–18 Uhr, Eintritt 100 SEK, Exercisplan, Skeppsholmen, Bus 65: Moderna Museet, Blaue Linie: Kungsträdgården
www.modernamuseet.se/en/Stockholm/

 

Stadshuset

Stadshuset

Der führende Architekt Ragnar Östberg ließ das Wahrzeichen Stockholms mit dem 106 Meter hohen Turm 1923 im nationalromantischen Stil aus insgesamt 8 Millionen Backsteinen errichten. In dem Gebäude residiert die Stadtverwaltung, im Blauen Saal findet an jedem 10. Dezember das große Nobelbankett mit rund 1300 Gästen statt. Wunderschön ist der Goldene Saal mit Wandmosaiken aus 19 Millionen Blattgoldteilchen, in dem die Nobelgäste den Abend nach dem Diner beim Tanzen ausklingen lassen. Sehenswert auch die Prinzengalerie mit einem Fresko des Prinzen Eugen.

Nur mit Führung tgl. 10, 11, 12, 13, 14, 15 Uhr; Eintritt 90 SEK; Turm: April Sa–So 10–16, Mai tgl. 9–16, Juni–Aug. tgl. 9–17, Sept. tgl. 9–16 Uhr; Eintritt 40 SEK;  Hantverkargatan 1 , Kungsholmen; Bus 3, 62: Stadshuset, Blaue Linie: Rådhuset, www.stockholm.se/stadshuset

 

Drottningholm

Drottningholm

Mitten im Grünen, gut 10 Kilometer außerhalb von Stockholm, residiert seit 1981 die schwedische Königsfamilie im Südflügel dieses Schlosses. Nicodemus Tessin d. Ä. ließ die barocke Schlossanlage von 1662 bis 1700 nach dem Vorbild von Versailles erbauen. Seit 1991 gehört sie zum Unesco-Weltkulturerbe. Eines der Glanzstücke Schloss Drottningholms ist das Treppenhaus mit italienischem Stuckdekor, großen Marmorstatuen und Malereien von Hofmaler David Klöcker Ehrenstrahl (1628–98). Besonders prunkvoll ist auch das Paradeschlafzimmer der Königin Hedvig Eleonora (1636–1715). Zum Schloss gehört ein riesiger Park mit einer Kaskadenanlage, der in einen symmetrisch angelegten französischen und einen naturromantischen englischen Teil gegliedert ist. Am Ende des Parks liegt Kina Slott, ein chinesischer Pavillon mit Pagodendach, Lackmöbeln und Seidentapeten, der 1753 gebaut wurde und den schwedischen Königen als Lustschloss diente. Sehr sehenswert ist außerdem das einzigartige Schlosstheater (1766) mit seiner ausgesprochen raffinierten Bühnentechnik. Noch heute gibt es hier Opern- und Theateraufführungen zu sehen.

Geöffnet: Nov.–März Sa–So 12–15.30, April, Okt. Sa–So 11–15.30, Mai–Aug. tgl. 10–16.30, Sept. tgl. 11–15.30 Uhr; Eintritt 80 SEK inkl. Führung; www.kungahuset.se; Grüne Linie: Brommaplan, dann Bus 176, 177, 323, 338 nach Drottningholm, Schiff ab Stadshusbron am Stadshuset; April–Okt. hin und zurück 160 SEK; www.stromma.se

 

Östermalms saluhall

Östermalms saluhall

Erlesene Delikatessen kaufen und probieren Sie in dem großen traditionellen Spezialitätentempel (1888) im Stil der vorletzten Jahrhundertwende. Hier kann man alle Köstlichkeiten aus Schwedens Wäldern, Wiesen und Gewässern unter einem Marktdach ausprobieren! 

Geöffnet: Mo–Mi 9.30–18, Do–Fr 9.30–19, Sa 9.30–16 Uhr; Östermalmstorg; Rote Linie: Östermalmstorg, www.ostermalmshallen.se

 

Skansen

Skansen

Um die alte Volkskultur der niedergehenden Bauerngesellschaft zu retten, gründete Arthur Hazelius im Jahr 1891 Skansen, das älteste Freilichtmuseum der Welt. Er ließ rund 150 typische Bauernhäuser und Herrenhöfe inklusive Möbeln, Haushaltsgegenständen und Trachten aus ganz Schweden zusammentragen und auf dem großen Gelände auf der Insel Djurgården wieder aufbauen. Besonders sehenswert ist die Seglora-Holzkirche, die um das Jahr 1730 in Westschweden gebaut wurde und in der heute Trauungen abgehalten werden. Sogar eine richtige kleine Stadt ganz wie im 19. Jahrhundert wurde hier angelegt, mit Holzhäusern und verschiedenen Handwerksbetrieben. Eine weitere Attraktion ist das Wildgehege mit den typisch nordischen Tieren wie Bären, Elchen und Rentieren. Ganz besonders lohnend ist ein Besuch der Gehege im Mai oder Juni, wenn die Jungtiere auf die Welt kommen. Im Sommer werden in diesem riesigen, grünen Park mit hohen Bäumen und duftenden Bauernblumen außerdem zahlreiche Feste mit Volksmusik und Volkstänzen veranstaltet.

Geöffnet: Nov.–Feb. Mo–Fr 10–15, Sa–So 10–16, März–April, Okt. tgl. 10–16, Mai–Mitte Juni, Sept. tgl. 10–20, Mitte Juni–Aug. tgl. 10–22 Uhr; Djurgården;ab 70 SEK, im Sommer ab 120 SEK; Bus 44; S 7: Skansen www.skansen.se

 

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